Online

Der Bischofswerdaer FV wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Die Schiebocker gewannen gegen den SSV Markranstädt mit 4:0 und hielten damit den Abstand auf die Tabellenspitze von sieben Punkten auf Chemie Leipzig.

„Wir sind mit dem Spiel und dem Ergebnis hochzufrieden. Das war ein souveräner Heimsieg, gegen eine Mannschaft die sicherlich nicht so schlecht gespielt hat, wie der Tabellenplatz das aussagt“, war Co-Trainer Mirko Ledrich nach dem Spiel zufrieden, ließ aber durchblicken, dass es nicht so einfach war, wie das Ergebnis letztlich widerspiegelt.

Bischofswerda spielte natürlich der frühe Führungstreffer durch Schikora in der 5. Minute in die Karten. Töppel hatte einen Freistoß von halbrechts in Richtung des gegnerischen Tores geschlagen und Schikora war mit dem Kopf zur Stelle.

Die ersten 20 Minuten machten die Gastgeber richtig Druck, verpassten es aber das zweite Tor nachzulegen und so kamen die Markranstädter wieder ins Spiel. Die Gäste liefen Schiebock an und versuchten nun vermehrt Druck aufzubauen. In der 30. Minute hatten sie durch Oechsner die große Chance dem Spiel noch einen anderen Verlauf zu geben, aber der Ball ging knapp am Tor vorbei.

„Es war das erwartet schwere Spiel. Wie immer wenn eine Mannschaft, die gegen den Abstieg spielt, auf einen Favoriten trifft. Da ist Kampf und Leidenschaft im Spiel, ich denke aber wir haben das heute gut gemacht“, so der spätere Doppeltorschütze Benno Töppel.

Ihm gelang der Befreiungsschlag zwei Minuten vor der Pause. Lenk und Hagemann leisteten die Vorarbeit. Benno Töppel erinnerte sich an das 2:0 so: „Ich nehm den Ball gut mit und schieß ihn ins lange Eck, ein wenig glücklich, aber das war für den Kopf vor der Pause enorm wichtig!“

Es war eine kleine Vorentscheidung, weil die Markranstädter auch noch Oechsner mit gelb-rot nach einem Foul an Zille verloren.

Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff war der Deckel drauf. Erneut war es Töppel, der in der 47. Minute zum 3:0 einnetzte. Böttger hatte den Ball scharf ins Zentrum gebracht und Töppel war per Direktabnahme ins lange Eck zur Stelle.

Markranstädt gab sich dennoch nicht geschlagen. Sie nahmen den Kampf an, versuchten aber in allererster Linie Ergebniskosmetik zu betreiben und stellten sich nun hinten rein. Bischofswerda musste aber gar nicht mehr machen und spielte es souverän zu Ende.

„Wenn wir es schnell gemacht haben, haben wir auch gleich Chancen kreiert. In der zweiten Hälfte haben wir über lange Spielzeit das druckvolle Angriffsspiel vermissen lassen“, so Co-Trainer Ledrich, der aber gleich zugab, „das ist natürlich Jammern auf hohem Niveau.“

Den 4:0 Endstand erzielte der eingewechselte Maresch in der 85. Minute nach einer Hereingabe von Gries. Nachdem er erst am Keeper scheiterte, ließ er dem Markranstädter Torwart beim Abpraller keine Chance mehr.

Für Bischofswerda geht es nächste Woche beim Brandenburger SC Süd 05 weiter. Die Vorzeichen sind ähnlich. Weiterhin muss Schiebock gewinnen, um oben so lange wie möglich dran zu bleiben. Und wer weiß, vielleicht patzen Chemie Leipzig und Halberstadt ja nochmal. Auch wenn an diesem Spieltag beide gewannen, Halberstadt verlor unter der Woche ein Nachholspiel gegen den Brandenburger SC Süd 05. Bischofswerda sollte deshalb gewarnt sein.

 

Foto: Benno Töppel beim Schuss (A. Merkel)