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Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, aber irgendwann stirbt sie eben. Trotz erneutem 3:1 Sieg gegen Union Sandersdorf mussten die Spieler des Bischofswerdaer FV08 endgültig der Tatsache ins Auge sehen, dass es in dieser Saison für den Platz ganz oben in der Tabelle noch nicht gereicht hat. Nachdem auch am letzten Spieltag die erhofften Patzer von Chemie Leipzig und Halberstadt ausblieben, war die Luft raus, die Chancen nur noch ganz geringer theoretischer Natur.

„Obwohl wir eine sensationelle Rückrunde gespielt haben, müssen wir auch anerkennen, dass Mannschaften wie Chemie und Halberstadt auch eine sehr gute Rückrunde gespielt haben und wir sie nicht mehr einholen konnten. Das hat man heute im Spiel auch etwas gemerkt. Es war ein typischer Sommerkick. Nach den Ergebnissen vom Wochenende ging es bei uns um nicht mehr viel. Wir sind Dritter und werden es auch bleiben“, so Trainer Erik Schmidt, welcher eine veränderte Elf aufstellte. „Wir haben auf einigen Positionen umgestellt und das wird auch in den nächsten Spielen so weitergehen.“

Diese Umstellung war zu spüren. Es dauerte ein wenig bis Bischofswerda ins Spiel fand.
Auf beiden Seiten gab es ziemlich viele Abspielfehler aber auch ein paar Chancen. Nutzen konnte sie Tommy Klotke, welcher Schiebock in der 32. Minute in Führung brachte.
In der zweiten Hälfte wurde das Spiel besser und Bischofswerda hatte die klareren Möglichkeiten. Doch das Tor machte vorerst Sandersdorf.
Per Elfmeter markierten sie in der 78. Minute den Ausgleich und es sah vieles nicht nach einem 3:1 Sieg aus, wie er letztlich zu Buche stand.

„Wir haben Moral bewiesen und gezeigt, dass wir das trotzdem gewinnen wollen, auch wenn nicht mehr viel nach oben geht“, sprach Hannes Graf, welcher in der 86. und 90. Minute den Sieg für Bischofswerda eintütete.
„Das 2:1 war gut von Tommy heraus gespielt, ich hab ihn auf dem linken Fuß gehabt und aufs lange Eck geschoben. Beim 3:1 kam ein langer Ball aus einem Freistoß, ich setze mich durch und machte das Tor“, beschreibt der Doppeltorschütze seine Treffer.

Schon am Mittwoch geht es in Bischofswerda gegen Jena weiter.

„Wir werden uns vorbereiten auf die nächste Saison. Die Mannschaft hat ein unglaubliches Potential, was sie in der Rückrunde abgerufen hat und wenn sie das in den kommenden Wochen und Monaten auch tun kann, insofern sie denn zusammenbleibt, dann glaube ich können wir nächstes Jahr auch noch etwas mehr erreichen als Platz drei“, gibt der Trainer die Marschrichtung schon einmal vor.

 

 

Foto: A. Merkel