Bischofswerda gewinnt richtungsweisendes Spiel

Mit 2:0 gewann der Bischofswerdaer FV beim SV Schott Jena und blieb damit auf Platz drei an der Tabellenspitze dran. Allerdings gewannen auch Chemie Leipzig und Halberstadt ihre Spiele souverän.

Bis auf wenige Ausnahmen ließ Trainer Erik Schmidt die gleiche Elf wie aus dem Pokalspiel gegen Lok Leipzig auflaufen.
Die Grundausrichtung war jedoch eine andere, denn Bischofswerda war natürlich der Favorit und musste das Spiel machen. „Jetzt beginnt die Phase, wo wir in die schweren Spiele gegen die unteren Mannschaften hineingehen. Da ändert sich die Spielweise“, stellte Trainer Erik Schmidt schon vor dem Spiel seine Jungs auf seinen Matchplan ein. Zudem machte er klar, das diese Spiel ein sehr wichtiges sein würde, denn es es war ganz klar richtungsweisend für die nächsten Wochen, wie die Ergebnisse auf den anderen Plätzen zeigten.
Mit einer Niederlage hätte sich Bischofswerda von jeglichen Aufstiegshoffnungen wahrscheinlich schon verabschieden können.

Von Beginn an waren die Schiebocker die spielbestimmende Mannschaft und blieben es auch bis zum Schluss, allerdings gab es nach ca. 20 Minuten einen Bruch im Spiel und Jena wurde stärker.
Genau in dieser Phase fiel aber wie aus dem Nichts das 1:0 für Bischofswerda.
Benno Töppel traf in der 27. Minute auf dem schwierigen, holprigen Boden den Ball perfekt und schoss ihn aus 25 Metern genau ins Dreiangel.

„Das hat unserem Spiel dann wieder mehr Sicherheit gegeben. Dennoch war es nicht so dominant, wie wir uns das eigentlich gewünscht hatten. Wir waren in der Offensive teilweise zu statisch und nicht ballsicher genug. Wir haben uns dem Spiel der Jenaer angepasst, viel mit langen Bällen agiert“, sah Tommy Klotke diese Phase des Spiels noch von draußen. Er war trotz guter Leistungen gegen Lok Leipzig diesmal nicht von Anfang an dabei.

Erst in der 58. Minute wechselte Erik Schmidt ihn für Tom Hagemann ein. Und damit hatte er den richtigen Riecher. Bischofswerda hatte folgend wieder mehr Ballbesitz und vor allem mehr Ruhe am Ball. Die Gäste erspielten sich einige gute Chancen, doch der letzte Tick fehlte.

„Wir haben das Spiel lange spannend gehalten, weil wir unsere Chancen nicht genutzt haben. In den entscheidenden Situationen, gerade im tornahen Raum, waren wir nicht zielstrebig und konsequent genug“, kritisierte der Trainer.

Bis zur 80. Minute blieb es spannend, als sich dann Tommy Klotke den Ball im Mittelfeld abholte, nach vorne dribbelte und einen Gegenspieler aussteigen ließ. Er sah Marc Böttger, welcher ihn hinterlaufen hatte und spielte ihm den Ball in den Strafraum. Böttger ging mit Tempo rein und legte den Ball wieder zurück auf Klotke. Aus halbrechter Position fackelte dieser nicht lange und schlenzte den Ball ins linke Eck zum 2:0 Endstand.
„Ein schönes Tor was unserem Spiel dann noch die restliche Sicherheit gab. Wichtig war, dass wir genau in der Phase die Hoffnungen der Jenaer im Keim erstickten“, so der Torschütze, welcher aber auch kritisch anmerkte, „Wir wissen, dass es kein gutes Spiel war, aber sind froh, dass wir auch solche Spiele gewinnen und relativ souverän zu Ende spielen können.“

Nächsten Sonntag geht es zu Hause weiter gegen SSV Markranstädt. Die Ausgangslage ist klar und deutlich. Will Schiebock oben dran bleiben, müssen sie schlicht alle Spiele gewinnen und auf Ausrutscher von Chemie oder Halberstadt hoffen.

„Die Mannschaften die jetzt kommen müssen gegen uns auch nicht gewinnen. Die versuchen alles um einen Punkt mitzunehmen“, weiß Trainer Erik Schmidt natürlich die Problematik der kommenden Spiele und mahnt: „Die beiden konsequentesten Aktionen waren heute letztlich auch die Tore und daran müssen wir ansetzen, damit wir in Zukunft gerade in den nächsten Spielen ein bisschen konsequenter und zielstrebiger in den Aktionen auftreten, um das Spiel schnellstmöglich entscheiden zu können.“

 

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Foto:Tommy Klotke erlöste Schiebock in der 80. Minute mit dem 2:0 (A., Merkel)

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