Dynamo ballert Aue aus dem Stadion

Dresdens Lucas Röser (rechts) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 mit Jannik Müller (links) und Kollegen (Imago)

Dresdens Lucas Röser (rechts) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 mit Jannik Müller (links) und Kollegen (Imago)

Was für ein Sonntag Nachmittag. Dynamo ballert Erzgebirge Aue mit 4:0 aus dem Stadion und klettert in der Tabelle an den Erzgebirglern vorbei auf Platz 11.

Nach dem 3:1 Befreiungsschlag in Düsseldorf legten die Schwarz-Gelben wieder los wie die Feuerwehr. Einziger Unterschied zum letzten Spieltag, nach 15 Minuten stand es immer noch 0:0. Allerdings hatte Dynamo schon drei richtige Hochkaräter.


Bereits nach drei Minuten traf Erich Berko nur die Latte. In der 14. Minute kratzte der hochmotivierte Aue Keeper Martin Männel den Ball noch von der Linie nachdem Heise frei zum Kopfball kam. Die darauffolgende Ecke köpfte Hartmann erneut nur an die Latte. In der 19. Minute versuchte es Duljevic aus der Ferne, doch wieder war Martin Männel zur Stelle.

Das Offensiv-Feuerwerk ging aber weiter und wurde in der 21. Minute endlich belohnt. Lucas Röser stand diesmal frei und ließ per Kopf dem Auer Keeper keine Chance.Quickfit

Danach wurde es etwas ruhiger und auch Aue kam nun zu etwas kleineren Möglichkeiten, die ihren Höhepunkt in der 28. Minute fanden, als Nicolai Rapp auch nur die Latte des Dresdner Tors traf.

Gerade als Dynamo das Gefühl vermittelte, das Ergebnis wieder mal nur verwalten zu wollen, kam Benatelli und schenkte seinem Ex-Verein einen ein. In der 44. Minute ließ er an der Strafraumgrenze einen Auer aussteigen und zog einfach mal ab. Martin Männel war chancenlos.

So wie die erste Halbzeit endete, begann die auch Zweite, nämlich mit einem Tor für Dynamo. In der 47. Minute stieg Ballas nach einer Ecke von Heise hoch und köpfte zur völlig verdienten 3:0-Führung ein.

Danach war das Spiel entschieden, doch Dynamo legte nochmal nach. Lucas Röser lief traumhaft in eine Freistoßflanke, kein Abseits, aber er konnte den Ball nicht kontrollieren. Er sprang vom Fuß an den Arm und darauf erst ins Tor. Schiri Manuel Gräfe gab das Tor zu Recht nicht.

In der 75. Minute war dafür Erich Berko wunderbar freigelaufen und konnte aus kurzer Distanz völlig unbedrängt die Kopfballablage von Hartmann zum 4:0-Endstand im Tor unterbringen.

Fazit: Was Dynamo von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz zeigte, war definitiv erstklassig zweitklassig. Und das Zweitliga Niveau hatten viele den schwarz-gelben Kickern in den letzten Spieltagen schon abgesprochen. Doch die Mannschaft zeigte, dass sie nicht nur minutenweise Topleistungen bringen kann sondern dauerhaft. Natürlich lag es auch ein bisschen daran, dass Aue Dynamo gewähren ließ und sie ihr bevorzugtes Spiel durchbringen konnten. Sah es anfangs nach erneuten Problemen in der Chancenverwertung aus, zeigten aber vor allem die, welche sonst eher nicht treffen ihre Torgefahr.