Dynamo stürzt Union in die Krise

Andreas Lambertz Torschuß Tor zum 1:0 (Imago)

Andreas Lambertz Torschuß Tor zum 1:0 (Imago)

Schlechte Vorzeichen gab es vor dem Spiel für Dynamo Dresden. Union Berlin wechselte als Tabellen Vierter den Trainer vor dem brisanten Ost-Derby, doch der erhoffte Trainer-Effekt blieb zum Glück aus.

Dynamo gewann mit 1:0 und rückt weiter in der Tabelle nach vorn (Platz 7), während sich die Berliner, welche den Aufstieg als Ziel haben, schon fragen lassen müssen, was diese Trainerentlassung von Jens Keller eigentlich für einen Sinn haben sollte.

Doch zum Spiel! Die Berliner machten von Beginn an klar, dass sie nicht gewillt waren Punkte abzugeben. Mit ihrer Offensive um Ex-Dynamo Akaki Gogia setzten sie Dynamo schon frühzeitig unter Druck

Trotzdem hatte Dynamo in der 13. Minute die erste richtig große Möglichkeit des Spiels, nach Ballverlust von Gogia und der folgenden Flanke von Duljevic verpasste Berko nur denkbar knapp.

In der Folge bestimmte Dynamo weitgehend das Spielgeschehen, erst ab der 20. Minute verursachten individuelle Fehler, dass Union zu guten Möglichkeiten kam.

Dynamo blieb gefährlich, wenn auch meistens durch Standards getreten von Philip Heise.Quickfit

Mit 0:0 ging es in die Pause. Es war kein Fußball-Leckerbissen, aber auch kein schwer umkämpftes Ost-Derby wie zu befürchten war.

Union hatte wohl zu viel damit zu tun, zu sich selbst zu finden. Der Trainereffekt blieb bis dahin aus. Zu den vergangenen Spielen gab es keine großen Unterschiede in der Spielweise zu sehen.

Die zweite Hälfte war geprägt von vielen Halbchancen auf beiden Seiten. Die ganz großen Möglichkeiten waren eher selten. Mit zunehmender Spieldauer kam auch der Derby-Kampf mehr zum Tragen, der Wille vor allem auf Berliner Seite die drei Punkte zu behalten wurde deutlicher.

Dynamo blieb aber souverän, spielte weitestgehend sicher und taktisch diszipliniert. Es roch ab der 60. Minute schon nach torlosem Unentschieden, weil solche torlosen Spiele ganz oft nach dem gleichen Muster verlaufen. Doch dann kam in der 70. Minute Dynamo mal wieder vors Tor, Heise gab die Flanke rein und im Grunde sah alles schon wieder nach einer vergebenen Chance aus, doch der von Kross schlecht geklärte Ball fiel vor die Füße von Lumpi Lambertz, welcher sein erstes Saisontor recht leicht und unbedrängt in die Maschen rein knallen konnte.

Die Dresdner, welche in dieser Spielzeit nicht unbedingt dafür bekannt sind, eine solch knappe Führung über die Zeit zu bringen, spielten weiter munter mit, stellten sich nicht hinten rein. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Union gelang nicht mehr viel, Dynamo war am zweiten Tor näher dran als Berlin am Ausgleich und ließ sich die Butter diesmal nicht vom Brot nehmen.

Der dritte Sieg in Folge! Nach dem verpatzten Saisonstart zeigen sie wieder, dass sie auf dem richtigen Weg sind, sich in der 2. Liga zu etablieren und zu festigen.
Union hat dagegen ein echtes Problem. Die Trainerentlassung, welche ohnehin zweifelhaft war, wird nun zur echten Farce. Aber das ist zum Glück ein Berliner Problem.

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