Ein Spiel, was es in sich haben wird

Tabellenführer Dynamo Dresden gegen die zweite Mannschaft von Werder Bremen. Das sieht auf den ersten Blick nach einem weniger spannenden Spiel aus.
Doch beim genaueren Hinsehen ist es ein Spitzenspiel der Liga. Denn Werder (9) hat in der Rückrunde tatsächlich mehr Punkte geholt als Dynamo (8). Seit sieben Spielen sind sie dabei ungeschlagen. Und die Gegner waren allesamt namhaft. So bezwangen die jungen Bremer die Stuttgarter Kickers, Holstein Kiel und zuletzt auch Wehen Wiesbaden. Die beste Mannschaft der Rückrunde sind die Bremer aber nicht. Das ist der 1. FC Magdeburg und auch denen trotzten die Werder Amateure ein 1:1 Unentschieden ab. Und das ist das Standardergebnis der Grün-Weißen. Auch gegen den VfR Aalen, Cottbus und Rostock gab es dieses Ergebnis.Golf_Sportsvan_ALLSTAR_Finanzierung_AFH
Dynamo dürfte also gewarnt sein, zumal sie im Hinspiel schon so einige Probleme mit den Bremern hatten. Es bleibt eines der schlechtesten Spiel der Saison, auch wenn es letztlich gewonnen wurde. Wir erinnern uns: Nach einem völlig verkorksten Auftritt hatten sie das Glück in der 90. noch einen Elfer zu bekommen. Zuvor gelang in der 71. Lambertz ein Traumtor in den Winkel zum Ausgleich. Doch bis dahin hätten die Bremer, welche schon in der 10. Minute in Führung gegangen waren, längst viel höher führen können und müssen.

Schon damals musste Dynamo merken, dass Bremen nicht mit dem Standard Rezept gegen zweite Mannschaften beizukommen ist. Dieses sagt eigentlich, dass zweite Mannschaften zwar sehr spielstark sind, aber mit einer kleinen Portion Härte zu knacken sind.

Gegen Werder wird das Rezept nicht so einfach aufgehen. Schon im Hinspiel ließ sich Werder davon wenig beeindrucken und brachte die Dresdner mit ihren schnellen Kontern immer wieder in Verlegenheit.

Nun kommen sie zudem mit einer Menge Selbstbewusstsein nach Dresden. „Das ist eigentlich das leichteste Spiel der Saison. Dresden ist Tabellenführer. Die Kulisse dort ist der Wahnsinn. Darum ist es was Besonderes dort zu spielen. Auf solche Momente arbeiten junge Fußballer hin. Dennoch wollen wir auch dort was mitnehmen“, wird Rafael Kazior auf der Vereinswebseite zitiert.

Vieles wird von der Chancenverwertung der Dresdner abhängen. Lassen sie wieder mehrfach hochprozentige Möglichkeiten wie gegen Halle liegen, könnte es ganz schwer werden. Deshalb hat Trainer Uwe Neuhaus auch unter der Woche den Torabschluss trainieren lassen.
Einer wird sich zu 99% allerdings nicht in die Torschützenliste eintragen. Pascal Testroet, welcher gegen Mainz und Halle noch mit einer Spritze fit gemacht wurde, wird diesmal nicht dabei sein. Seine Probleme an der Ferse dauern weiter an.
Für ihn gilt Stefan Kutschke als wahrscheinlicher Ersatz in der Startelf.

Quirin Moll ist derweil von der Verletztenliste runter und wird erstmals wieder mit im Kader stehen.

Anpfiff ist am Sonntag um 14 Uhr. Der MDR überträgt in Konferenz mit Aue live. Bislang sind ca. 21500 Karten verkauft.

Voraussichtliche Aufstellung: Blaswich – Müller, Modica, Hefele, Holthaus, Hartmann, Lambertz, Eilers, Aosman, Stefaniak, Kutschke

 

Foto: Quirin Moll – hier im Hinspiel – wird wieder im Kader sein (Imago)