Erneut nur ein Pünktchen

Marvin Schwäbe  machtlos gegen  Gustav Valsvik (Imago)l

Marvin Schwäbe machtlos gegen Gustav Valsvik (Imago)l

Im wegen Orkantief „Herwart“ zweieinhalb Stunden später angepfiffenen Spiel zwischen Dynamo Dresden und Eintracht Braunschweig reichte es nur für ein 1:1-Unentschieden.

Die Dresdner begannen stark, hatten gleich zu Beginn zwei gute Chancen nach Patzern von Breitkreutz, doch Mlapa wusste beide nicht zu nutzen.,

Die frühe Führung gab es in der 12. Minute zum Glück trotzdem. Patrick Möschl scheiterte erst mit seinem Freistoß an der hochspringenden Mauer, war dann jedoch mit einem straffen Nachschuss erfolgreich. Das spielte selbstverständlich in die Karten von Uwe Neuhaus, welcher auf insgesamt sieben Positionen im Vergleich zum Pokal wieder umgestellt hatte.

Mit Möschl erwischte er da wohl einen Glücksgriff, dafür musste Niklas Kreuzer wieder einmal die Bank drücken. Das Problem war der gesperrte Philip Heise, welcher in der ohnehin geschwächten Defensive natürlich fehlte. Auch deshalb war es sicher etwas überraschend, dass Kreuzer auch nicht auf der rechten Verteidigerposition begann. Stattdessen begannen Paul Seguin und Fabian Müller auf den Außen der Viererkette.Quickfit

Zu tun hatten sie lange Zeit gar nicht so viel, weil es der Eintracht einfach an Durchschlagskraft und Torgefahr fehlte. In der 17. Minute hatten die Gäste eine erste wirklich nennenswerte Chance, doch Marvin Schwäbe zeigte einmal mehr, warum er zurecht im Dynamotor steht, auch wenn das nach seinen zwei Pokalpatzern einige Fans anders sehen.

Doch das Bild änderte sich zunehmend. Braunschweig vor allem nach der Halbzeit mit immer mehr Möglichkeiten. Sie kamen besser ins Spiel und zu alter Stärke.

In der 58. Minute gab es die bislang dickste Chance für die Gäste, als Valsvics Schuss aus nächster Nähe noch zur Ecke abgefälscht wurde. Doch nur Sekunden später war erneut Valsvic frei und vollendete die Ecke per Kopf ins Dresdner Tor zum Ausgleich.

Dynamo hatte es einfach wieder einmal verpasst sich echte Torchancen zu erspielen. Bis zum 16er sah es vor allem im Mittelfeld wieder sehr gut aus, der letzte Pass aber kam nicht.

In der 65. Minute reagierte Neuhaus und brachte Niklas Kreuzer für Patrick Möschl, welcher zeigte, dass er eine gute Alternative im Dresdner Flügelspiel sein kann.
Fünf Minuten später kam dann noch Erich Berko für den wirklich starken Duljevic. Beide positionstreuen Wechsel fielen in die Kategorie „der Trainer wird’s wissen“. Wirklich nachvollziehbar waren sie nicht.

Der Wille war den Schwarz-Gelben nicht abzusprechen, sie versuchten es, drängten auf den Dreier, doch die Mittel dafür waren dürftig. Wollen allein reicht nicht. Vielleicht fehlte auch die Kraft nach dem Pokalspiel am Mittwoch.

Jubel erhellte das Stadion in der 83. Minute, weil die Fahne zunächst unten blieb, Kreuzer jedoch deutlich im Abseits stand. Zu sehen war das selbst für den Linienrichter schwer, denn beim ersten Abspiel stand Kreuzer noch nicht im Abseits, der Ball wurde jedoch verlängert und dann musste die Fahne hoch gehen.

Am Ende stand ein verdientes 1:1, was für beide Teams unterm Strich zu wenig war und deshalb versuchten beide wirklich alles. Dynamo spielte ein fast gefährliches „Alles oder Nichts“, was zu gefährlichen Kontern der Braunschweiger führte.
Schwäbe hielt zum Glück aber wenigstens den einen Punkt fest.

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