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Bischofswerda siegt und siegt, doch die Konkurrenz patzt einfach nicht. Auch das dritte Spiel in Folge gewann der Bischofswerdaer FV 08, diesmal beim FSV Barleben mit 3:0, doch sowohl Chemie Leipzig als auch Halberstadt bezwangen ihre Gegner deutlich mit 3:1 und 4:0.

Aber mehr als die Hausaufgaben erledigen, kann Schiebock selber nicht mehr tun und das taten sie auch diesmal wieder ordentlich.

Dabei begann der Gastgeber sehr druckvoll und hatte in der 19. Minute durch einen Konter die Führung auf dem Fuß. Doch sie nutzten die Chance nicht und bekamen die Antwort postwendend. Frank Zille nutzte die erste Chance der Schiebocker überhaupt zum 0:1 in der 22. Minute.

Barleben steckte jedoch nicht auf und blieb weiter am Drücker ohne so richtig gefährlich zu werden. Das Spiel plätscherte zwischen beiden 16ern auf mäßigem Niveau dahin.

„In der ersten Hälfte war es sehr schwierig ins Spiel zu kommen. Wir waren irgendwie nicht ganz frisch, hatten keinen richtigen Zugriff zu den Zweikämpfen. Auch die zweiten Bälle haben wir kaum gewonnen“, war der spätere Torschütze Robin Huth selbstkritisch.

Die zweite Hälfte begann ähnlich der ersten. Barleben presste, aber die bessere Chance hatte Bischofswerda durch Tom Hagemann. Inzwischen war auch Tommy Klotke für Eric Merkel im Spiel und sehr oft, wenn Klotke von der Bank kam, traf er auch.
„Durch die Einwechslung und Umstellung, dass wir teilweise mit zwei Sechsern gespielt haben, kam etwas mehr Ruhe ins Spiel und wir konnten das Spiel besser aufbauen, weil wir mehr in die Breite gegangen sind und mehr über die Außen kamen“, so Robin Huth.

Gerade in der Phase wo Barleben wieder etwas mehr Zug zum Tor entwickelte, fiel das erlösende 0:2. In der 74. Minute war Joker Tommy Klotke wieder zur Stelle und vollendete einen Konter. Der ebenfalls eingewechselte Cornelius Gries hatte den Ball für ihn quer gelegt. Klotke ließ sich nicht zweimal bitten.

Für den 0:3 Endstand sorgte Robin Huth in der 90. Minute. Nach einem schönen Doppelpass mit Frank Zille bekam Robin Huth den Ball von der Grundlinie an den Elfmeterpunkt zurückgelegt. Von da aus lies er mit seinem linken Fuß dem Barleber Keeper keinerlei Chance und beförderte den Ball ins lange Eck.

Alles in allem war es ein verdienter Sieg, doch Trainer Erik Schmidt fand zu Recht mahnende Worte.
„Unsere Leistungen sind bei den Heimspielen unterschiedlich zu den Auswärtsspielen. Heute fehlte mir ein bisschen das Engagement und die Laufbereitschaft. Wir sind in den Heimspielen viel aggressiver und bissiger als in manchen Auswärtsspielen. Deshalb war es heute auch mal wieder so ein Spiel, wo wir nicht so richtig hineinfanden. Wir müssen uns Gedanken machen warum wir auswärts nicht so aggressiv sind wie zu Hause.“

Zunächst dürfen die Schiebocker Kicker aber wieder zu Hause ran. Am Samstag um 14 Uhr empfangen sie Wismut Gera.

 

 

Foto: A. Merkel