Es ist fünf vor zwölf

Es ist fünf vor zwölf!

Es ist fünf vor zwölf!

Unvermögen, Arbeitsverweigerung, Offenbarungseid – Es gab nach der 0:3 Klatsche bei Holstein Kiel einige Begrifflichkeiten auf Facebook zu lesen. Dynamo Dresden hatte sich einmal mehr nicht mit Ruhm bekleckert und musste am Ende sogar über dieses Ergebnis hocherfreut sein.

Realistisch betrachtet hätte es auch zweistellig werden können, insofern der Aufsteiger seine zahlreichen richtig guten Chancen genutzt hätte.

Von Dynamo kam dagegen nicht viel, zeitweise überhaupt nichts. So richtig wurden die Schwarz-Gelben erst aktiv, als sie zehn Minuten vor Ende merkten, da geht doch tatsächlich noch etwas. Denn als in der 64. Minute Kiel sogar einen Elfmeter verschoss und Dynamo immer noch nur mit einem Treffer zurücklag, schien irgendwie noch ein Punkt im Rahmen des Möglichen. Dass der nie und nimmer verdient gewesen wäre, nun ja, wer hätte in ein paar Wochen danach gefragt?Quickfit

Doch auch wenn Dynamo noch versuchte in den gegnerischen Strafraum zu kommen und dadurch Räume aufmachte, daran lag es nicht. Die Tore Nummer zwei und drei fielen wie schon das erste vielmehr durch individuelles Unvermögen, welches einige Spieler zu Tage brachten.

Namen zu nennen wäre unfair, da im Mannschaftsverbund keiner wirklich positiv überraschen konnte. Außer vielleicht Torhüter Marvin Schwäbe, der zwar immer wieder in der Kritik steht, aber ohne dessen Leistung wahrscheinlich eine der schlimmsten Niederlagen der Dresdner Geschichte möglich gewesen wäre.

Die Niederlage wirft Fragen auf. Fragen die eben mit solchen Ergebnissen aber vielmehr mit solchen Leistungen einhergehen. Trainerfrage? Auch die wurde auf Facebook längst gestellt, denn auch wenn Uwe Neuhaus sicherlich in den letzten Jahren eine hervorragende Arbeit in Dresden geleistet hat, kann er nicht unantastbar bleiben und muss sich Kritik gefallen lassen.
Die geht bei der für viele nicht immer verständlichen Aufstellung los und endet bei der ständig gleichen Spielweise, die vielleicht letzte Saison erfolgreich war, in dieser Spielzeit aber zum Zankapfel der Experten geworden ist.

Hintenrum – Schön und gut, wenn Dynamo versucht große Teams zu kopieren und ansehnlichen Fußball spielen will, doch die damit verbundenen Gefahren werden seit Wochen ausgeblendet. Es wird sogar davon geredet, dass die Risiken ganz bewusst in Kauf genommen werden. Alles kein Problem, solange die Ergebnisse stimmen. Tun sie das nicht mehr, dürfen die Fans zu recht erwarten, dass da auch taktisch langsam etwas unternommen wird.

Verständnis bringen die schwarz-gelben Anhänger ja genügend mit. Dass die Neuankömmlinge etwas längere Anlaufzeit brauchen, die Defensive durch Verletzungen gebeutelt ist, wissen die Fans der Dresdner und üben sich in Geduld.

Auch in Kiel. Tausende opferten wieder ihren freien Sonntag um die Goldfüße in der Fremde spielen zu sehen. Bis zur letzten Sekunde standen sie hinter der Mannschaft und versuchten selbst im strömenden Regen dem Tag etwas Gutes abzugewinnen, obwohl es unten auf dem Rasen so aussah, als wüssten einige im Trikot von Dynamo nicht so richtig, was sie für einen Sport eigentlich ausüben.

Dass eine Trainerentlassung nicht der richtige Weg sein kann, selbst darin sind sich die meisten Fans und Experten wohl weitgehend einig. Aber so weiter machen wie bisher? Nur weil es letzte Saison so gut klappte?

Das geht nicht, es sei denn man will sich solange alles schön reden, bis man so richtig im Abstiegskampf angekommen ist. Noch trennen Dynamo ein Tabellenplatz und zwei Punkte vom Abstiegs-Relegationsplatz. Noch wäre Zeit die richtigen Weichen zu stellen.

Die sonst so ungelegene Länderspielpause kommt zur richtigen Zeit.

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