Es kann nur besser werden

Mannschaft von Dynamo Dresden frustriert,(Imago)

Mannschaft von Dynamo Dresden frustriert,(Imago)

Eine neue Siegesserie wollten sie starten, endlich wieder einen Heimsieg einfahren, doch am Ende stand im Mittwochspiel gegen Arminia Bielefeld eine 0:2-Heimniederlage auf dem Programm.

Nur der Wille reicht eben nicht, gleich gar nicht wenn dieser nur 30 Minuten zu spüren ist.

Der Beginn war durchaus vielversprechend. In einer Partie auf anfänglich gutem Niveau kamen sowohl die Gäste als auch die Schwarz-Gelben zu  Chancen, wobei das große Offensivfeuerwerk nicht abgefackelt wurde. Mit Ende der ersten Hälfte sackte das Niveau ab und dabei blieb es auch.

Beide Teams neutralisierten sich weitgehend, das Spiel wurde zunehmend wirklich langweilig. Dynamo Trainer Uwe Neuhaus hatte Mlappa für Duljevic, Möschl für Horvath und Aosman für Hauptmann gebracht, doch ein spürbarer Effekt blieb aus.

Bielefelds Keeper Ortega war fast die gesamte Halbzeit arbeitslos. Bis auf eine kleine Möglichkeit vom eingewechselten Möschl gab es nicht zu berichten. Und da waren nur noch 15 Minuten zu spielen. Ob die Spieler merken, dass ihnen die Zeit wegläuft? Scheinbar nicht.

Vielleicht hatte sich auch schon eine gewisse Zufriedenheit mit dem torlosen Unentschieden breit gemacht. Anders gesagt, niemand rechnete in diesem Spiel wohl überhaupt noch mit einem Tor, doch dann kam der Auftritt des wieder genesenen Innenverteidigers Sören Gonther.

Die Gegner des mitspielenden Torwarts und des neumodischen hintenherum Gekickes bekamen Wasser auf die Mühlen, denn Gonthers Rückpass per Kopf war zu kurz und wurde zur unfreiwilligen Vorlage für Andreas Vogelsammer, der mit einem Lupfer über Schwäbe in der 80. Minute das 0:1 erzielte.

Ein Aufbäumen der Dresdner? Nunja, nicht wirklich. Ein Schüsschen  und ein Schuss vom Mlappa der als Chance durchgehen könnte, waren die einzigen nennenswerten Aktionen. Ansonsten versuchten sie es mit weiten, hohen Bällen und hofften wohl, dass doch mal einer durchrutscht.

Als es in der Nachspielzeit nochmal eine Ecke gab, kam Dynamos Torwart Marvin Schwäbe mit nach vorn. Ein Risiko was nichts brachte, aber sofort bestraft wurde. Dynamo kam zwar nicht zu einer Chance, aber verlor sofort nach der Ecke den Ball. Fast bezeichnend für den gesamten Auftritt.

Patrick Weihrauch versuchte es von der Mittellinie mal ins leere Tor und traf. Sensationell, nur leider nicht aus schwarz-gelber Sicht.

Am Sonntag geht’s nach Darmstadt zum Erstligaabsteiger. Fazit: Trotz klar verteilten Favoritenrollen, kann es da eigentlich nur besser werden.