Ganz viel Luft nach oben

Torwart Markus Schubert (Dresden) machtlos, Tor zum 0:2 durch Richard Neudecker (St.Pauli) (Imago)

Torwart Markus Schubert (Dresden) machtlos, Tor zum 0:2 durch Richard Neudecker (St.Pauli) (Imago)

Zum Glück waren die Erwartungen der Fans nach der 1:4-Testspielniederlage gegen den tschechischen Erstligisten  FK Mladá Boleslav nicht all zu hoch. Denn was Dynamo im ersten Pflichtspiel des Jahres 2018 gegen den FC St. Pauli anbot, war eher mager.

Mit 1:3 verloren sie am Donnerstagabend gegen den FC St. Pauli und wanderten somit gleich zu Beginn der Restrückrunde wieder in Richtung Abstiegskampf.

Vor allem in den ersten Minuten des Spiels zeigten sich die Schwarz-Gelben klar unterlegen. Die Dresdner Abwehr entpuppte sich als schweizer Käse und die Hamburger hatten mangels Zuordnung eine Menge Platz. Kein Wunder das Dynamo- Eigengewächs Markus Schubert, welcher für den verletzten Schwäbe im Tor stand, in der 8. Minute das erste Mal den Ball aus dem Netz holen musste.Quickfit

Eine Direktabnahme von Sobota war wirklich schwer zu halten. Dass Dynamo nicht gleich noch heftiger in Rückstand geriet, verdankten sie dem jungen Keeper nur wenige Minuten später als er zwei Hochkaräter der Gäste zu Nichte machte.

Dynamo kam dann besser ins Spiel und konnte zumindest mit zwei, drei Achtungszeichen aus der Distanz aufwarten. Alles in allem lief es aber nicht rund, das Mittelfeld weitestgehend ideenlos, kaum mal mit Aktionen bis in den gegnerischen 16er hinein.

Wenn schon aus dem Spiel heraus nichts ging, wären Standards sicher eine Alternative gewesen. Doch fast jede von Philip Heise hereingebrachte Ecke fand sich direkt bei einem Hamburger wieder.

Die beste Phase bis dahin zeigten sie kurz vor der Pause. Doch mehr als ein Mutmacher war das nicht.

Der Anfang der zweiten Hälfte ist sehr schnell zusammengefasst. Dynamo war am Drücker, ließ den Ballgut laufen und zog die Schlinge um den Hals der Hamburger immer enger, nur wirkliche Chancen blieben eben Fehlanzeige. Und so war es wohl auch nicht verwunderlich, dass die Gäste ihrerseits wieder zu Möglichkeiten kamen.

Das 0:2 in der 71. Minute war dabei schon bisschen bezeichnend. Nach einem Konter schaffte es Paul Seguin den Ball aus dem Strafraum zu klären, aber genau vor die Füße von Bouhaddouz am Rand des 16er. Dieser sah den rechts startenden Sobota, welcher nach innen flankte, wo Neudecker aus kürzester Distanz den Ball reinschieben konnte.

Und auch das 0:3 war nicht viel besser aus Sicht der Dresdner. Ein Fehlpass brachte erneut Sobota ins Spiel, der aus 13 Metern den Ball unter die Latte hämmerte. Das Spiel war endgültig entschieden.

Daran änderte auch der Ehrentreffer von Röser in der 88.Minute zum 1:3 nichts mehr.

Unterm Strich war das einfach zu wenig. Über weite Strecken vor allen Ende der ersten und Anfang der zweiten Hälfte sah das Spiel der Schwarz-Gelben wirklich gut aus. Dynamo überzeugte in den Phasen mit viel Ballbesitz, hatte aber eben kaum Torchancen. Natürlich muss man auch die Leistung der Hamburger entsprechend einordnen. Das war kein leichter Gegner. Zum Glück kann Dynamo schon am Sonntag gegen Sandhausen zeigen, dass dies nur ein Ausrutscher war. Luft nach oben ist noch eine Menge.

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