Online

Der Bischofswerdaer FV 08 bleibt an der Tabellenspitze hinter Leipzig und Halberstadt dran. Mit einem 2:0 Arbeitssieg beim Brandenburger SC Süd 05 behielten die Schiebocker weiterhin alle Chancen auf den großen Saisoncoup. Wie schnell sich an der Spitze alles ändern kann, zeigte Tabellenführer Chemie Leipzig, welcher beim 1:1 zwei wichtige Punkte bei der U23 von Carl-Zeiss Jena liegen ließ.

Für Bischofswerda heißt es also Spieltag für Spieltag Hausaufgaben erledigen und selber Siege einfahren. Mit dieser Einstellung ging es auch nach Brandenburg. „Uns war von vornherein klar, dass es ein schweres Spiel werden würde. Nicht umsonst hatte auch Halberstadt in Brandenburg verloren“, schwor Trainer Erik Schmidt seine Jungs ein.
„Wir hatten uns vor dem Spiel viel vorgenommen, wollten voll auf Sieg spielen“, bestätigte Tom Hagemann die Grundausrichtung, von der aber in der ersten Hälfte gar nicht so viel zu sehen war.

Die Brandenburger stellten sich hinten rein und lauerten auf Konter. Die Schiebocker fanden dagegen vorerst kein Mittel. Viele Ballverluste und ein zu statisches Aufbauspiel sorgten dafür, dass letztlich doch wieder der leicht zu verteidigende lange Ball herausgeholt wurde.

Der Trainer war damit nicht zufrieden: „Wir waren viel zu vorsichtig in allen Belangen, haben viel hintenrum gespielt und uns selber viel Zeit von der Uhr genommen. Wir wollten eigentlich schnelle Tore schießen und haben uns da selber um Erfolgserlebnisse gebracht.“

Bischofswerda hatte zwar kleinere Möglichkeiten, doch die waren nicht konsequent und durchschlagskräftig genug. „In der ersten Hälfte fehlte zudem auch etwas die Mentalität dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Sicher waren alle Spieler motiviert, aber es kam eben nicht das Optimum dabei raus“, so Erik Schmidt weiter.

In der zweiten Hälfte wurde es besser. Da spielte den Bischofswerdaern natürlich die recht zügige Führung in der 50. Minute in die Karten. „Es war ein langer Ball der in die Schnittstelle gepasst wurde, wo wir gut nachsetzen. Der Gegner konnte nur unkontrolliert in die Mitte klären, wo ich den Ball vor meine Füße bekomme. Weil der Torhüter viel zu weit draußen war, konnte ich den Ball ins leere Tor schießen“, beschrieb Tom Hagemann den Lupfer über den Keeper und die Abwehrspieler, welche vergeblich versuchten das leere Tor zu verteidigen.
„Das hat uns insgesamt Sicherheit gegeben und die Motivation hier weiterzumachen und zu versuchen ein weiteres Tor nachzulegen“, so der Torschütze.

Doch das ließ auf sich warten. Bischofswerda war zwar um einiges engagierter und aggressiver, doch es gelang nicht die Chancen zu verwerten.

Als Erik Schmidt in der 70. Minute Tommy Klotke für Marc Böttger brachte, nahm er eine Systemumstellung vor und wechselte von der Raute auf ein 4-2-3-1, was den Schiebockern für den Moment besser lag.

Dadurch erspielten sie sich zunehmend bessere Möglichkeiten, doch weiterhin blieben sie ungenutzt. Allen voran traf Tommy Klotke das Tor bei einer 100%igen nicht. Nachdem er sich mit Tom Hagemann gut freigespielt hatte und den Ball wieder quer gelegt bekam, rutschte Klotke jedoch unglücklich aus. Es hätte das 2:0 sein müssen.
„Umso glücklicher bin ich, dass es im Nachgang geklappt hat“, so Tommy Klotke, welcher auch in diesem Spiel wieder zum Joker wurde. Schon im vorletzten Spiel gegen Schott Jena traf er zum entscheidenden 2:0 nach der Einwechslung. So auch diesmal in der 84. Minute.
Nach einer Flanke von Benno Töppel kam der Ball zu Tom Hagemann. Er legte im Strafraum rüber zu Tommy Klotke, welcher platziert in die lange Ecke verwandeln konnte.

Das war die Entscheidung. Brandenburg hatte nichts mehr entgegen zu setzen, zumal sie auch im gesamten Spiel nicht eine nennenswerte Torchance hatten.

Für Bischofswerda bleibt als Fazit. Schöner Fußball war es nicht, doch danach fragt am Ende keiner. Drei Punkte und der Anschluss an die Tabellenspitze, sind was unterm Strich zählt.

Nächste Woche geht bei Halle96 weiter und die Zielstellung ist unverändert.

 

Zur Liga auf fussball.de

 

Foto: Tommy Klotke beim 2:0 (A. Merkel)