Geht da plötzlich wieder was?

Wann hat man sich denn jemals zeitgleich über einen Sieg von Aue und Dynamo so sehr gefreut. Denn plötzlich ist der 2:1-Sieg der Dynamos gegen Heidenheim richtig wertvoll. Weil Aue zeitgleich Union niederkämpfte und auch der VfB Stuttgart wieder nur einen Last-Minute Ausgleich bei 1860 schaffte, ist Dynamo irgendwie doch wieder im Aufstiegsrennen dabei.

Es sind zwar immer noch sechs Punkte Abstand auf den Relegationsplatz, doch Dynamo spielt am Montag gegen Braunschweig und kann bei einem direkten Konkurrenten den Abstand verkürzen.

Doch erst einmal zum gestrigen Spiel. Dynamo sah lange nicht so aus, als wenn sie tatsächlich als Sieger vom Platz gehen würden. Zwar waren sie die erste Hälfte leicht überlegen, doch zählbares sprang dabei nicht raus.

Heidenheim stand sehr sicher und diszipliniert und machte vor allem mit Kontern auf sich aufmerksam.

Kurz vor der Pause hatte Hauptmann die große Chance Dynamo in Führung zu bringen. Doch er bekam nach einer guten Flanke von Philip Heise zu wenig Druck hinter den Ball und Keeper Kevin Müller konnte ihn festhalten. Mit 0:0 ging es in die Pause.

Nach der Pause dann der Schock! In der 49. Minute gingen die Gäste durch Griesbeck in Führung. Er verwandelte einen von Schnatterer scharf nach innen getretenen Freistoß.

Von nun an musste Dynamo dem Rückstand hinterherlaufen und lange Zeit sah es nicht wirklich danach aus, als wenn sie das nochmal drehen. Die beste Möglichkeit spielte dabei der jederzeit gefährliche Erich Berko in der 58. Minute heraus. Er tankte sich im Strafraum durch und sah links im Fallen noch Aosman, doch sein Schuss war zu unplatziert.
In der 76. Minute hatte Uwe Neuhaus genug gesehen. Er entschied sich zu einem Doppelwechsel. Marcel Hilßner kam für Marvin Stefaniak und Marcos Alvarez für Aias Aosman. Ein Glücksgriff, denn Marcel Hilßner war nur ein paar Sekunden im Spiel und mit seinem ersten Ballkontakt schlug er die geniale Flanke auf den hereinsprintenten Erich Berko, welcher mit dem Kopf zum 1:1 verwandelte.

Nun hatte die SGD die zweite Luft und erhöhte kontinuierlich den Druck. Heidenheim ließ sich hinten rein drängen. Nach vorne brachten die Gäste kaum noch etwas. In der 86. Minute war es dann einmal mehr Kutschke, der mit seinem 15. Saisontreffer Dynamo die drei Punkte sicherte. Niklas Hauptmann hatte Philip Heise auf der linken Seite ins Spiel gebracht, dieser flankte aus vollen Lauf nach innen und Dynamos Stürmer war mitgelaufen, brauchte nur noch den Fuß dran halten, wobei dies vielleicht auch einfacher klingt, als es bei diesem schnellen Spiel war.

Am Montagabend spielt Dynamo nun in Braunschweig und auch wenn schon oft von Schlüsselspielen und letzten Chancen die Rede war, dieses Spiel am Montag wird bei noch sechs Spieltagen tatsächlich ein ganz entscheidendes sein. Sollte Dynamo in Braunschweig gewinnen können, dann wird es vielleicht wirklich nochmal eng. Wie schnell die Favoriten patzen, hat man gerade gesehen und der Druck wird für die Tabellenspitze nicht kleiner. Dynamo kann dagegen ganz entspannt aufspielen. Noch ein Vorteil: Die anderen müssen am Wochenende vorlegen.

 

Foto: Der Siegtreffer durch Kutschke (Imago)

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