Hoffnungsschimmer

Dresdens Moussa Kone jubelt nach seinem Treffer zum 2:0; SG Dynamo Dresden - VfL Bochum 1848; Fußball; 2. Liga; Saison 2017/2018; 21. Spieltag; DDV-Stadion; Dresden; 04. Februar 2018; *** Dresden Moussa Kone cheers after his hit 2 0 SG Dynamo Dresden VfL Bochum 1848 Football 2 League season 2017 2018 21 Matchday DDV Stadium Dresden 04 February 2018

Dresdens Moussa Kone jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 (imago)

Was für ein Debüt für Neuzugang Moussa Koné. Er traf zum 2:0 gegen den VfL Bochum in der 89. Minute und sorgte damit für die erlösende Entscheidung in einem ansonsten wirklich mühsamen Kick, der vor allem in der zweiten Hälfte vom Gebettel um den Ausgleich geprägt war.

In ein paar Tagen fragt niemand mehr danach. Was zählt sind drei Punkte in einem „Abstiegsgipfel“, der genau diesen Namen verdient hatte. Beide Teams brauchten die Punkte ganz dringend und so war es eher ein Kick der auch den Namen Not gegen Elend verdient hatte, zumindest wenn man die Offensivreihen verglich.Quickfit

Denn dass Dynamo überhaupt so lange in Führung lag, war unterm Strich vor allem dem Versagen der Bochumer zuzuschreiben.

Doch der Reihe nach. Bereits in der zweiten Minute gingen die Dresdner in Führung. Lucas Röser verwandelte einen Foulelfmeter nachdem Aias Aosman im Strafraum hinfiel. Großes Glück für Dynamo. Das war kein Elfmeter. Aosman war auf den Fuß von Ex-Dynamo Lossilla getreten. Und fiel hin. Aber was solls.

Was nun aber die nächsten 87 Minuten folgte, war ganz dünne Fußball-Schonkost auf beiden Seiten.

Dynamo verpasste es nachzulegen und hatte dazu aber auch wenig echte Möglichkeiten. Bochum fand dagegen immer besser ins Spiel und machte kurz vor der Pause so richtig Druck. Mehrfach mussten die Bälle aus dem Strafraum raus geschlagen werden, zweimal war der sichere Markus Schubert zur Stelle.

Auch in der zweiten Hälfte machte Bochum Dampf, hatte mehr Spielanteile, aber zeigte auch, warum sie im Tabellenkeller stehen. Bis zum 16er war es durchaus brisant, aber dann gings meist nicht weiter.

Was Dynamo machte? Manch einer würde es um den Ausgleich betteln nennen, andere nennen es Arbeitssieg.
Es hätte jederzeit der Ausgleich fallen können und wäre es nicht Bochum gewesen, wer weiß…

In der 74. Minute wechselte Neuhaus Neuzugang Moussa Koné, welcher erst unter der Woche vom FC Zürich nach Dresden kam, für Horvath ein. Alle Augen waren nun auf ihn gerichtet. Keine einfache Sache, aber der Neue meisterte sie.

Er zeigte allen Kritikern gleich mal, dass man für vernünftige Spieler eben auch mal in die Geldbörse greifen muss. Das Tor in der 89. Minute, wie aus dem Lehrbuch für Stürmer, besser kann man es nicht machen. Moussa Koné legte den Ball auf Benatelli, der auf Heise, welcher ihn über die linke Seite nach innen brachte, wo inzwischen Koné genau an die richtige Stelle gelaufen war, wo er nur noch den Ball mit dem Fuß antippen musste.
Er hat den Blick und das Stürmer-Gespür, soviel steht nach diesem Kurzeinsatz schon fest.

Ansonsten gilt: Schwamm drüber. Ein Sieg musste her und mehr zählt unterm Strich nicht.

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