Kleine Schritte zum großen Ziel

Haris Duljevic zieht einfach mal ab. (Imago)

Haris Duljevic zieht einfach mal ab. (Imago)

Auch gegen Braunschweig gelang Dynamo Dresden der nicht der erhoffte Befreiungsschlag. Erneut spielten die Schwarz-Gelben nur Unentschieden. 1:1 trennten sich Dynamo und Eintracht Braunschweig, was zur Folge hatte, dass nach 92 Minuten auf beiden Seiten nur enttäuschte Gesichter zu sehen waren.

Kein Wunder, den beide Teams starteten exakt mit gleichen Ausgangslage von 36 Zählern und der Abstiegsangst im Nacken. Wer gewonnen hätte, wäre in dieser verrückten Liga mal ein großes Stück in Richtung Klassenerhalt marschiert. Doch so bleibt alles beim alten.

Dynamo muss sich darüber vielleicht sogar noch etwas mehr ärgern, denn von Beginn an machten sie richtig gut Druck, fanden schnell ins Spiel und gingen in der 8.Minute durch die zweite Chance im Spiel schon in Führung. Duljevic hatte aus der zweiten Reihe einfach mal abgezogen und dank eines Torwartfehlers den Ball im Tor untergebracht.

Völlig verdient! Denn schon in der 3. Minute wurde ein Schuss von Hauptmann von Koné nur an den Pfosten gelenkt.Quickfit

Doch wie so oft kam es wieder anders. Mit genau der ersten Chance der Braunschweiger in der 23. Minute war der Ball nämlich auch in den Maschen des Dresdner Tores.
Die Innenverteidigung hatte bei einer Flanke ein bissl geschlafen, Hofmann bekam den Ball hinter der Abwehr und überwand Dynamo Keeper Schwäbe. Kreuzer versuchte noch zu retten, aber rutschte schmerzhaft gegen den Pfosten. Der Ball war drin.

Mehr Tore fielen nicht. Für beide Seiten war aber durchaus mehr drin. Braunschweig kam in der zweiten Hälfte einen Tick schneller ins Spiel und hatte in der 47. Minute die große Chance auf die Führung, Dynamo scheiterte auf der anderen Seite nur zwei Minuten später.

Die Ausgeglichenheit der Liga ist schon besonders. Auch in diesem Spiel zeigte sich das deutlich.
Mit zunehmender Spieldauer neutralisierten sich beide Mannschaften im Mittelfeld, das Spiel verflachte hinten heraus auch etwas. Klar, irgendwann wollten wohl beide auch den einen Punkt nicht mehr riskieren. Mehr ging nicht und das war auch völlig verdient.

Am Ende ist es für beide Teams wieder ein ganz kleiner Schritt in Richtung Klassenerhalt. 40 Punkte werden aber nicht reichen. Es sind noch sechs Spiele zu spielen, es gibt also keinen Grund zur Panik, besorgt darf man aber schon sein.

Auf der anderen Seite spielten die Mitbewerber um den Relegationsplatz auch nur Remis. Fürth kam in Sandhausen über ein 0:0 nicht hinaus, der Tabellenletzte Kaiserslautern spielte gegen Regensburg nur 1:1, Darmstadt gelang in Kiel nur ein 0:0, genauso wie Union gegen Duisburg.

Es ist also nicht wirklich viel passiert. Langsam aber stetig einen Punkt zu sammeln könnte am Ende sogar zum Erfolg führen. Denn eines ist auch klar, mit 42 Punkten abzusteigen mag möglich sein, sollte aber dann doch reichen. Und genau das wäre der Punktestand, wenn Dynamo ab jetzt jedes Spiel Unentschieden spielen würde.