Koné – nicht zu halten

Moussa Kone (Dresden) bejubelt sein Tor zum 1:0 (Imago)

Moussa Kone (Dresden) bejubelt sein Tor zum 1:0 (Imago)

Die Achterbahn fährt zum Glück nicht nur bergab. Gestern zog sie steil nach oben, auch wenn die Leistung ganz nüchtern betrachtet nicht so viel besser war, als im Spiel gegen Darmstadt. Doch diesmal gewannen die Dresdner gegen Heidenheim mit 3:2 und das nicht zuletzt wegen eines überragenden Moussa Koné.
Er schoss alle drei Tore für Dynamo und sorgte somit für etwas Ruhe, denn zwischenzeitlich befinden sich die Schwarz-Gelben sogar auf Rang 8 der Tabelle wieder. Allerdings wird ja noch gespielt an diesem Wochenende.

Dennoch zeigt es, wie wichtig dieser Sieg war. Eine weitere Niederlage hätte zweifellos zum puren Abstiegskampf geführt. So aber braucht Dynamo nur noch fünf maximal sechs Zähler zum Klassenerhalt.

Mit einem Moussa Koné in dieser Form sollte das eigentlich ein Spaziergang werden, was aber auch zeitgleich eine bittere Pille bedeutet. Denn ein Stürmer, der drei so erstligareife Tore schießt, der weckt Begehrlichkeiten. Wenn es heißt Koné nicht zu halten, dann dürfte das doppelte Bedeutung haben. In diesem Spiel jedenfalls war er nicht zu stoppen.Quickfit

Zudem ist es leider schlicht nicht vorstellbar, dass er über diese Saison hinaus in Dresden zu halten sein wird.
Das gute daran ist, Dynamo dürfte ein richtig dicken Gewinn gemacht haben. Nicht nur das der 1,2-Millionen Mann im Moment die sportlichen Dinge für Dynamo regelt, sein Marktwert dürfte sich allein mit diesem Dreierpack schon locker verdoppelt haben. Vor allem wenn man sich mal die Unsummen anschaut, die für gute Stürmer in der ersten Liga hingeblättert werden.

Bereits in der 5. Minute schoss der Senegalese Dynamo in Führung. Das Tor Marke Zauberei, aus kurzer Distanz in der Luft mit der Hacke! Nur wenige in der ersten Liga können so etwas.

Doch der Ausgleich der Heidenheimer folgte nur zwei Minuten später. Ein nicht zu verteidigender Schuss aus der Drehung von Thiel ließ Dynamo blöd aussehen.

Beide Teams waren in der ersten Hälfte extrem offensiv eingestellt und kannten gerade zu Beginn nur den Weg in Richtung gegnerisches Tor.

Belohnt wurde dies abermals durch Koné, welcher Dynamo in der 11. Minute wieder in Führung schoss.
Röser verlängerte den Ball an der Mittellinie, Koné nahm Fahrt auf, holte sich den Ball unter Bedrängnis, lief weiter Richtung Tor und vollendete, trotz das der 1,90 Meter große Innenverteidiger der Gäste die gesamte Zeit an ihm klebte. Weltklasse!

So blieb es bis zur Pause. Heidenheim kam dann stärker aus der Kabine und dominierte über weite Strecken nun das Spiel. Die Folge war das völlig verdiente 2:2, wenngleich es auch mit Hilfe von Paul Seguin fiel. Ein Eigentor nach einer Ecke. Pech für Dynamo.

Doch genau hier muss die Frage erlaubt sein, warum es erneut einen Leistungsabfall in der zweiten Hälfte gab? Dynamo war drauf und dran das Spiel wieder herzuschenken. Heidenheim war in dieser Phase definitiv näher am Sieg, als die Dresdner.

Aber die hatten ja noch Koné. Müller brachte den Ball sieben Minuten vor Ende von rechts rein, Koné hatte den Torriecher, lief goldrichtig und machte das 3:2 wirklich so, wie man es eben als Superstürmer machen muss. Gegen diese drei Tore hatte Heidenheim nicht den Hauch einer Chance.

Die Bilanz des Senegalesen: 5 Tore in 6 Spielen! Damit traf er im Schnitt alle 55 Minuten und hält den Bestwert der 2. Liga, wie Bezahlsender Sky ermittelt hat und damit auch den allerletzten Scout auf ihn aufmerksam gemacht haben dürfte.

Sei es drum. Zu wünschen wäre nun, dass Koné noch ganz viele Buden macht und gleich nächsten Sonntag in Ingolstadt Stürmerkollegen und Ex-Dynamo Stefan Kutschke mal zeigt, wie das so geht. Der hat ja tatsächlich seit seinem Weggang von Dynamo etwas Ladehemmungen und verschoss zuletzt sogar Elfmeter. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.
Konés Marktwert steigt nun wirklich mit jedem Tor. Zu halten dürfte er – Vertrag hin oder her – nicht mehr zu sein, denn neben Ablösesummen spielen natürlich auch Gehälter der Spieler heutzutage eine große Rolle. Der Weg nach ganz oben sei ihm gegönnt. Die Standing Ovations bei seiner Auswechslung in der 90. Minute sowieso.

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