Lustloses Spiel ums TV Geld

Dynamo Dresden verlor am Freitag Abend gegen Greuther Führt mit 0:1 und bekleckerte sich dabei nicht gerade mit Ruhm. Die Luft ist nach dieser grandiosen Saison einfach raus.

So sehr Dynamo Trainer Uwe Neuhaus vor dem Spiel auch betonte, dass es nicht um die goldene Ananas geht, es blieb dabei. Greuther Fürth gegen Dynamo Dresden war das Spiel Sechster gegen Fünfter. Wenn es in diesem Spiel nicht um die goldene Ananas ging, na in welchem denn dann?Quickfit

Zumindest sportlich gesehen. Während es in der ersten Liga um Plätze am internationalen Futtertrog geht, spielt diese Partie in der zweiten Liga nur finanziell eine ähnliche Rolle. Es geht um die Verteilung der TV Gelder im nächsten Jahr und ein Platz Fünf kann schon ein paar Tausende Euros ausmachen. Im Gegensatz zur ersten Liga ist nur leider kein sportlicher Anreiz vorhanden.
Man hätte aufgrund der Tabellenkonstellation der zweiten Reihe eine Chance geben können ohne sich der Wettbewerbsverzerrung schuldig zu machen.

Uwe Neuhaus schickte jedoch die bestmögliche Elf ins Rennen. Vielleicht die falsche Entscheidung, denn der zweite Anzug mit Spielern wie Hendrik Stachostzik, Niklas Landgraf, Marcel Hilßner, Robin Fluß oder Noah Awassi hätte unter Umständen ein Stück mehr Motivation mitgebracht, denn es wäre eine Chance gewesen sich nochmal zu zeigen.

Nun kann man keinem Spieler wirklich die Motivation absprechen, aber die Luft war und ist einfach raus. Die Motivation „TV Gelder“ ist für Sportler eben nicht wirklich greifbar.
Da unterscheiden sich Profis zum Glück noch nicht von Amateuren. Wenn es sportlich um rein gar nichts mehr geht, dann fehlt der letzte Wille und das ist ja auch nur menschlich. Wer will sich in solch einem Spiel gerne verletzen? Mental spielt das alles eine Rolle, auch wenn es keiner zugeben wird.
Die erste Hälfte war Fußball zum abgewöhnen. Dynamo zwar wie immer mit viel Ballbesitz, aber ohne wirklich kreative Ideen und kaum mal einem gelungenen Spielzug. Fürth hatte jedoch genauso wenig Lust etwas zu riskieren. Sie liefen Dynamo früh an, zeigte recht früh so etwas wie Siegeswillen, der aber schon Mitte der ersten Hälfte wieder abhanden kam. Trotzdem hatten sie immerhin ein paar Möglichkeiten.

Mit 0:0 ging es in die Pause, danach wechselte Neuhaus Jannik Müller gegen den verletzten Guiliano Modica. Daran wird es nicht gelegen haben, dass das Spiel nun wenigstens etwas besser wurde. Vielmehr gab Fürth mal wieder etwas mehr Gas und das sorgte für Räume und wenigstens ein paar Chancen auf beiden Seiten.

Die beste Szene des Spiels hatte dabei wohl Akaki Gogia, welcher in der 60.Minute durchs Spielfeld marschierte und auch noch zum Abschluss kam. Allerdings ging er knapp am Tor vorbei, genau wie die wenigen guten Versuche der Schwarz-Gelben nachher. Aosman verfehlte das Fürther Tor in der 67. Minute nur ganz knapp, ein paar Minuten später traf er voll. Leider nur ins falsche Tor. Aus vollem Lauf rannte er in der 75. mit dem Knie in eine eigentlich aussichtslose Fürther Flanke. Für Marvin Schwäbe gab es nichts zu halten.
Nunja, das passte zu diesem Spiel wie die berühmte Faust aufs Auge.
Immerhin, die mitgereisten Dresdner Fans, die wieder erstklassigen Support boten, bekamen nun etwas zurück, denn zumindest war ein kleines bisschen der Wille zu spüren, doch noch die drei Punkte zu holen bzw. nach dem Eigentor den Ausgleich zu schaffen.

Trotzdem war es eines der schlechtesten Spiele in einer ansonsten so starken Saison. Deshalb keinen Vorwurf. Einzig könnten sich die Verantwortlichen vielleicht aber überlegen, ob ein paar der genannten aus der zweiten Reihe nicht doch eine Chance bekommen sollten und sei es um den eigenen Marktwert nochmal in die Höhe zu treiben. Verdient hätten sie es allemal und zumindest wären diese Spieler sicherlich bis in die Haarspitzen motiviert, Platz fünf zu verteidigen.

 

Foto: Imago

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