Mit der Lok nach Schiebock

Am Sonntag Nachmittag empfängt der Bischofswerdaer FV einen ganz besonderen Gegner. Lok Leipzig, der Europapokalfinalist von 1987, gibt sich im Sachsenpokal-Halbfinale die Ehre. Mit dabei ist ein in Dresden alter Bekannter. Ex-Dynamo Torhüter Benny Kirsten wird wahrscheinlich im Tor des 1. FC Lok Leipzig stehen. skoda

Nachdem er lange verletzt war, gab er am Dienstag in der Regionalliga gegen Luckenwalde überraschend sein Debüt für die Messestädter.

Torwart Julien Latendresse-Levesque hatte sich am Wochenende im Spiel gegen Berlin die Hand verletzt. Lok Leipzig gewann gegen Luckenwalde 3:0 und für den Ex-Dynamo war das natürlich Grund zur Freude. „Die Premiere mit einem Sieg war natürlich sehr glücklich, da hat alles gepasst. Allgemein ist es einfach so, dass ich mir nach der Verletzung nun in den nächsten Wochen noch mehr Praxis holen muss.“

Ob er allerdings auch Sonntag im Tor stehen wird, ist noch unklar. Die Verletzung von Stammkeeper Julien Latendresse-Levesque ist nicht so schlimm, wie erst vermutet. Er will bis Sonntag ebenfalls wieder fit werden. Benny Kirsten freut sich trotz der Ungewissheit auf die Partie.
„Das ist ein besonderes Spiel. Halbfinale ist immer cool im Pokal. Wir wissen wie stark Bischofswerda ist, ich hab sie ein paar mal gesehen. Das ist ein sehr gut aufgestellter Verein. Wir wissen worauf wir uns einstellen müssen.“

In Bischofswerda ist die Vorfreude auf das Spiel natürlich groß. Seit Tagen wird von nichts anderem mehr gesprochen und die zuletzt starken Leistungen geben Hoffnung auf ein Weiterkommen gegen den klaren Favoriten aus Leipzig.

Besonders zwei Spieler sind ganz besonders heiß auf das Duell. Mit Tommy Klotke und Tom Hagemann kicken zwei ehemalige Dynamo Youngsters im Team der Schiebocker.
Tommy Klotke freut sich schon riesig: „Das Duell mit Lok ist für uns das absolute Saisonhighlight, was wir uns durch gute Leistungen erarbeitet haben. Für den Verein, die Stadt und die gesamte Region ist dieses Spiel von großer Bedeutung. Dennoch wissen wir, dass mit Lok Leipzig ein absoluter Topverein nach Bischofswerda kommt. Wir brauchen höchste Konzentration und sehr viel Mentalität, um Lok Paroli bieten zu können. Ich freue mich dennoch sehr auf das Spiel und das Duell mit Benny.“

Tom Hagemann hofft, dass Benny spielen wird, denn er will ihm unbedingt ein Tor einschenken. “Es wäre super, wenn Benny im Tor stehen würde. Bereits bei Dynamo hatten wir einige direkte Duelle im Training. Nun hoffe ich, auch in einem Pflichtspiel gegen Benny treffen zu können. Allerdings bin ich mir sicher, dass er da etwas dagegen hat.“

Fortschritt Bischofswerda gegen Lok Leipzig, das ist Tradition pur. In der DDR Oberliga trafen beide Mannschaften in den Spielzeiten 1986/87 und 1988/89 aufeinander. Der einzige Sieg gelang den Schiebockern erst als der DDR-Fußball schon am Auseinanderbrechen war. Am 24.02.1990 gewann Fortschritt mit 2:1, was eine großartige Leistung war, denn damals spielten noch fast alle „Europapokal-Größen“ bei den Leipzigern. Spätere Aufeinandertreffen gehören in die jüngere Oberligageschichte. Bekanntlich stieg Lok Leipzig erst letzte Saison wieder in die Regionalliga auf.

Anstoß ist am Sonntag um 14 Uhr im Bischofswerdaer Wesenitz-Sportpark.

 

Foto: Tommy Klotke (li.) und Benny Kirsten (r.) standen einst zusammen im Dynamo Kader. Nun freuen sie sich auf das Duell mit ihren neuen Vereinen und trafen sich vorher im Großen Garten. (Spz)

Wenn's in der Wüste schneit

Über Langeweile können sich die schwarz-gelben Fans eigentlich nicht beklagen. Zwar rollt der Ball gerade nicht, zumindest nur in Testspielen, aber die Schlagzeilen geben sich dennoch fast täglich die Klinke in die Hand. Was war das für ein Transferhammer! Marcel Franke kommt zurück nach Dresden. Au[...]

Dynamo stürzt Union in die Krise

Schlechte Vorzeichen gab es vor dem Spiel für Dynamo Dresden. Union Berlin wechselte als Tabellen Vierter den Trainer vor dem brisanten Ost-Derby, doch der erhoffte Trainer-Effekt blieb zum Glück aus. Dynamo gewann mit 1:0 und rückt weiter in der Tabelle nach vorn (Platz 7), während sich die Berl[...]

Dynamo ballert Aue aus dem Stadion

Was für ein Sonntag Nachmittag. Dynamo ballert Erzgebirge Aue mit 4:0 aus dem Stadion und klettert in der Tabelle an den Erzgebirglern vorbei auf Platz 11. Nach dem 3:1 Befreiungsschlag in Düsseldorf legten die Schwarz-Gelben wieder los wie die Feuerwehr. Einziger Unterschied zum letzten Spieltag[...]

Rekordverdächtiger Dreierpack

Eines war vor dem Spiel klar. Würde Dynamo in Düsseldorf beim Tabellenzweiten wieder verlieren, wären sie so richtig tief im Abstiegssumpf drin. Vorgenommen hatten sich die Schwarz-Gelben deshalb viel, aber was heißt das schon. Das haben sie ja immer. Doch was dann kam, hatte keiner auf dem Zette[...]

Von der Ergebniskrise zur Krise

Zwei Wochen hatte Uwe Neuhaus dank der Länderspielpause Zeit Dynamo zurück auf die Erfolgsspur zu bringen. Der Druck war groß, denn verlieren war gegen den Tabellenletzten verboten. Nur war der Träger der roten Laterne eben nicht irgendwelche Laufkundschaft sondern der 1. FC Kaiserslautern. Vor 25 J[...]