Pokal-Aus durch drei Geschenke

Mike Frantz scheitert hier noch an Marvin Schwäbe. (Imago)

Mike Frantz scheitert hier noch an Marvin Schwäbe. (Imago)

Dynamo Dresden verlor am Abend mit 3:1 beim Erstligisten SC Freiburg und schied aus dem DFB Pokal aus.

Dabei waren es gleich drei individuelle Patzer an der eigenen Strafraumgrenze, welche die Schwarz-Gelben auf die Verliererstraße brachten. Das ist ärgerlich denn tatsächlich spielte Dynamo über weite Strecken auf Augenhöhe mit den Freiburgern und führte zwischenzeitlich sogar. Allerdings dauerte diese Führung gerade einmal 90 Sekunden.

Doch der Reihe nach. Uwe Neuhaus stellte ein wenig um, mit Benatelli, Röser, Horvath hatte der Trainer vor allem in der Offensive die bislang zweite Garde aufgestellt. Das mag überrascht haben, war aber auch irgendwo logisch, denn zum einen sind die Spieler nicht schlechter und zum anderen geht die Liga am Wochenende auch einfach vor.

Dynamo hatte nichts zu verlieren und so spielten sie auch. Frisch, frech, früh draufgehend.

Nach 11 Minuten gab es die erste richtig gute Möglichkeit für die Freiburger. Nach einer Ecke verlor Benatelli den Gegenspieler aus den Augen und Frantz kam komplett freistehend zum Kopfball. Schwäbe war zur Stelle! (Foto)

Doch nur zwei Minuten später hatte auch Dynamo die erste große Chance zur Führung. Lucas Röser fehlte aber der berühmte Torriecher. Schuster bekam irgendwie noch ein Bein dazwischen. Schade!

In der 25. Minute kam Horvath aus aussichtsreicher Position zum Schuss, eine Minute später schoss Aosman knapp am Kasten vorbei. Dynamo war drauf und dran in Führung zu gehen, ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen.

Die zweite Hälfte fing hoffnungsvoll an, denn die Freiburger verteilten ein wunderbares Gastgeschenk. Nachdem Berko in der 48. Minute den Ball von links in die Mitte gebracht hatte, drang Aosman mit dem Ball in den Strafraum ein. Der Keeper kam raus, konnte den Ball aber nicht festhalten, was dazu führte, dass Schuster ihn wegspielte aber genau vor die Füße von Dresdens Benatelli. Mit einem genialen Schuss aus 23Metern ins leere Tor brachte er die Schwarz-Gelben endlich in Führung.

Aber Geschenke wollten die Dresdner wohl nicht annehmen und verteilten deshalb nur Sekunden danach selber welche. Philip Heise und Florian Ballas verloren auf der linken Seite den Ball gegen Niederlechner, der in den Strafraum zog und quer auf Petersen legte. Rums 1:1!

Und es ging weiter.

Wieder Fehler im Spielaufbau, diesmal spielte Schwäbe Aosman ziemlich waghalsig an, der konnte den Ball nicht festmachen und nur noch Foul spielen. Der daraus entstandene Freistoß ging direkt in die Dresdner Maschen. 2:1!

Und nun war der Bann gebrochen, der Erstligist spielte es clever runter. Da brachten auch alle Wechselversuche nicht mehr viel. Hauptmann kam für Aosman, Duljevic für Horvath.

Dynamo versuchte es nochmal, was aber dazu führte, dass Freiburg noch mehr Räume bekam. Folgerichtig fiel in der 81. Minute das 3:1, allerdings war erneut ein Fehler vorausgegangen. Marvin Schwäbe spielte einen Fehlpass direkt in die Beine von Ravet. Er spielte weiter auf Haberer, welcher aus zehn Metern zum Endstand traf.

Unterm Strich war es ein schön anzusehendes Spiel, in welchem Dynamo lange Zeit mithalten konnte. Erst die individuellen Fehler im Aufbauspiel machten den Unterschied aus. Es liegt natürlich an der Spielweise, welche Neuhaus bevorzugt. Wer hintenrum viel quer spielt und versucht immer und immer wieder spielerisch Lösungen zu finden, wird auch irgendwann einen Fehler machen. Ein Erstligist weiß diese dann eiskalt zu nutzen.

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