Rekordverdächtiger Dreierpack

 Jubel Haris Duljevic (Dresden) nach seinem Tor zum 0:3 (imago)

Jubel Haris Duljevic (Dresden) nach seinem Tor zum 0:3 (imago)

Eines war vor dem Spiel klar. Würde Dynamo in Düsseldorf beim Tabellenzweiten wieder verlieren, wären sie so richtig tief im Abstiegssumpf drin. Vorgenommen hatten sich die Schwarz-Gelben deshalb viel, aber was heißt das schon. Das haben sie ja immer.

Doch was dann kam, hatte keiner auf dem Zettel.

Dynamo legte nicht nur los wie die Feuerwehr, sondern schaffte etwas Rekordverdächtiges. Sie führten tatsächlich nach 10 Minuten mit 3:0 in Düsseldorf.

Hartmann (4. Minute), Röser (5.Minute) und Duljevic (10. Minute) hatten die ersten drei Chancen des Spiels allesamt traumhaft im Tor untergebracht.

Unglaublich, doch Moment einmal. Hoffnungsloser Rückstand gegen Dynamo? „Das hatten wir doch schon mal“, schien sich Forutna Trainer Friedhelm Funkel zu denken, denn er musste angesichts dieses Ergebnisses tatsächlich lächeln. Sicher nicht, weil in der letzten Saison Dynamo auch  in Düsseldorf gewann, sondern sicherlich weil Funkel selber einer der Protagonisten war, die 1986 das Wunder schafften eine 3:1 ( 2:0 Hinspiel) Führung der Dresdner in ein 3:7 umzuwandeln.

Doch so etwas Historisches hoffentlich nicht an diesem Abend, beteten die Dynamo Anhänger auch angesichts des Spiels vom Wochenende zwischen Dortmund und Schalke, wo die Schalker es tatsächlich schafften einen 0:4-Rückstand auszugleichen.

Fortuna hatte sich nun aber gefangen und versuchte das Unmögliche möglich zu machen. Mehr als ein Lattentreffer als erstes Achtungszeichen und ein paar ganz gute Chancen die von Schwäbe zu Nichte gemacht wurden, kam in den ersten 30 Minuten aber nicht zusammen. Zu wenig für eine derartige Aufholjagd.

Dynamo konnte es ganz gelassen sehen und auf Fehler der Fortuna warten. Doch dann ging es los. 1:3 durch Raman in der 31. Minute, weil Seguin einen gefährlichen Ball zurück zu Schwäbe spielte, doch er war zu kurz und Raman kam dazwischen. Das musste nun wirklich nicht sein.

War es das Signal, was die Fortuna zum Totalangriff noch brauchte? Sie waren jedenfalls wieder im Spiel und die Dresdner Fans wussten, wenn es in dieser Saison eine Mannschaft gibt, welche ein drei Tore Vorsprung verspielen kann, dann Dynamo. Und Düsseldorf ahnte natürlich auch, was in den Köpfen der Spieler vorgehen wird, wenn sie noch vor der Pause das zweite Ding nachlegen könnten.

Das konnten die Dresdner verhindern. Selber ein Viertes nachzulegen, schien angesichts der nun sehr spielstarken und taktisch sicher agierenden Gastgeber jedoch nicht möglich.

Die zweite Hälfte versprach enorme Spannung. Nach nur einer Minute bot sich für die Fortuna schon die erste gute Chance und das Zeichen „Ja wir wollen das Spiel unbedingt noch drehen.“

Doch schon Sekunden später gab es auch auf der Gegenseite mal wieder eine echte hochkarätige durch Seguin, diesmal hielt Keeper Raphael Wolf die Düsseldorfer weiter im Spiel.

Es wäre wahrscheinlich die Entscheidung gewesen, aber so mussten sie weiter zittern, auch wenn sie defensiv diesmal sehr sicher standen und den Düsseldorfern nur wenige Möglichkeiten gaben überhaupt einmal durchzukommen.

Der Fortuna fehlte jedoch auch der letzte Biss, da war nicht die totale Offensive, eher ein Spiel mit viel Ballbesitz und Geduld. Dynamo konnte sich in Doppelreihe hinten aufbauen und selber auf Konter warten. Hatten sich die Düsseldorfer schon aufgegeben? Fortuna-Trainer Funkel versuchte in der 70. Minute mit einem offensiven Doppelwechsel noch mal alles.

Es half nichts. Dynamo stand bombensicher in der Defensive und begnügte sich damit den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Richtige Entscheidung.

Die Dresdner bleiben zwar auf dem Relegationsplatz, haben jedoch den Anschluss zum Mittelfeld verkürzen können. Wenn es an diesem Abend etwas zu kritisieren gibt, dann auch nur, dass es in den 80 Minuten nicht gelungen ist, den Sack komplett zuzumachen.

Spielerisch gesehen, zeigte die Mannschaft, dass sie völlig zu Unrecht im Tabellenkeller steht, aber das Problem haben schon viele Mannschaften gehabt. Es hilft nichts. Nur Punkte zählen und davon gab es an diesem Montag Abend mal wieder drei ganz wichtige.

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