Röser dreht das verrückte Spiel

Doppelpack Röser! 8Imago)

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Was für ein Spiel! Dynamo Dresden gewinnt am Freitag Abend in Bielefeld mit 3:2 und danach sah es lange Zeit gar nicht aus.

Zwar fanden die Dresdner im ungewöhnlichen 4-4-2 System mit Koné und Röser in der Doppelspitze gut ins Spiel und dominierten dieses bis zur 25. Minute auch, doch in Führung ging wie so oft der Gegner. Die Schwarz-Gelben hatten ihre Chancen in den Anfangsminuten und ließen sie wieder einmal allesamt liegen. Dennoch stellte sich eigentlich nur die Frage, wann das Tor für die Schwarz-Gelben fallen musste.

Doch genau das schossen die Bielefelder mit ihrer allerersten Chance. Dynamos Abwehr träumte und ließ bei einem Konter der Arminen die rechte Abwehrseite komplett offen.

Hartherz bedankte sich und ließ dem jungen Markus Schubert in Tor der Dynamos nicht den Hauch einer Chance.Quickfit

Von nun an hieß es wieder einmal hinterherlaufen.

Für den Rest der ersten Hälfte sah es aber nicht wirklich danach aus, als wenn auf der Alm etwas zu holen wäre.

Nach der Halbzeitpause erwischte Dynamo allerdings einen Traumstart. Bereits in der 48. Minute traf Koné zum 1:1 Ausgleich. Das Tor ähnlich wie beim 1:0 nur diesmal ließ die Arminia die rechte Abwehrseite offen, wo Dynamos Wintertransfer lauerte und sicher verwandelte.

Nun wurde es das angekündigte Kampfspiel. Beide Teams schenkten sich nichts, Dynamo schnupperte an den drei Punkten und man merkte ihnen den unbedingten Willen an, diese mit nach Hause nehmen zu wollen.

In der 64. Minute war es dann soweit. Berko und Koné brachten den Ball im Gedränge nicht ins Tor, doch Röser reagierte in der unübersichtlichen Situation am schnellsten und traf ins inzwischen leere Tor zur 1:2 Führung.

Spiel gedreht, doch zu früh gefreut. Die Gastgeber kamen auch nochmal zurück, wenn auch mit Hilfe des Schiedsrichters. Der zeigte in der 76. Minute auf den Elfmeterpunkt. Dynamos Horvath soll Staude zu Fall gebracht haben. Vielleicht gab es eine kleine Berührung, für einen Elfmeter aber zu wenig.

Dynamos Keeper Markus Schubert, der den Vorzug vor dem wieder genesenen Marvin Schwäbe erhalten hatte, roch die Ecke, kam mit den Händen an den Ball, doch letztlich zappelte er doch im Netz. 2:2 – alles wieder offen.

Aber nur zwei Minuten später (79.) stellte erneut Röser die Weichen Richtung Sieg. Er sah das Bielefelds Keeper ein kleines Stück zu weit vor dem Tor stand und schoss aus 30 Metern perfekt in den Kasten zur erneuten Dresdner Führung.

Bis zum Sieg war es aber noch ein hartes Stück Verteidigungsarbeit, welche ihren negativen Höhepunkt in der 94. Minute fand, als Bielefelds Prietl frei vorm Tor aber nur den Pfosten traf.

Glück für Dynamo, aber auch das Glück des Tüchtigen.