Schön gespielt, nichts gewonnen

Die Choreo zum 65. Geburtstag (Imago)

Die Choreo zum 65. Geburtstag (Imago)

Schade eigentlich, dass es im Fußball keine Wertungsrichter, wie beim Eiskunstlauf oder Skispringen gibt. Gäbe es Punkte für dribbeln, tolle Kombinationen und viel Ballbesitz, dann wäre Dynamo Dresden in der Tabelle wahrscheinlich ganz weit vorn. Doch auch heute gegen Holstein Kiel zählten leider ausschließlich die Tore und die schossen die Gäste. Mit 0:4 ging Dynamo schön spielend unter und blieb bei 37 Zählern mitten im Abstiegskampf hängen.

Dabei fing alles vielversprechend an. Passend zu den Feierlichkeiten anlässlich des 65. Vereinsgeburtstages und der erstklassigen Choreo, gab es schon in der dritten Minute ein Gastgeschenk. Kreuzer wurde im Strafraum von den Beinen geholt. Klarer Elfmeter!
Konè scheiterte jedoch am starken Kieler Torwart Kronholm.

Danach fanden die Gäste besser ins Spiel, kamen immer näher ans Tor der Dresdner heran, kombinierten öfter gefällig bis in den Strafraum und bekamen völlig zurecht in der 34. Minute ebenfalls einen Elfmeter zugesprochen. Franke hatte sich mehr als unglücklich verhalten und Drexler eindeutig weggesenst.
Schindler ließ Dynamos Keeper Schwäbe keine Chance.Quickfit

Nun gab Dynamo aber richtig Gas. Sie kamen zu Top-Chancen, doch gleich mehrfach parierte Kronholm bärenstark.
Insgesamt konnten sich neutrale Zuschauer über ein wirklich sehenswertes Spiel freuen, einzig die Kieler Fans durften aber auch Tore bejubeln. Kiel zog sich immer mehr zurück, Dynamo machte das Spiel und lief dabei immer wieder in die Konter. Letztlich waren die drei weiteren Kieler Tore sicherlich dieser taktischen Situation geschuldet, aber nicht nur.

Vor allem Duksch bewies mit seiner Kaltschnäuzigkeit, warum er um die Torjägerkanone der Liga mitkämpft. In der 65. traf er zum 0:2 fast aus dem Nichts.

Auch das 0:3 und 0:4 durch Mühling und nochmal Duksch, waren Tore die durchaus verhindert werden konnten und nicht nur Kontern zuzuschreiben waren, auch wenn Dynamo nun voll und ganz auf Offensive umgestellt hatte. Pascal Testroet war inzwischen für Koné im Spiel und hatte ebenfalls eine große Chance nochmal den Anschlusstreffer zu markieren. Auch er scheiterte mit seinem Kopfball an Kronholm.

Das 0:4 stellte den Spielverlauf etwas auf den Kopf zeigt aber ganz klar die Probleme von Dynamo in dieser Saison.

Vieles wird nun davon abhängen wie Heidenheim, die derzeit mit 34 Punkten auf dem Relegationsplatz stehen, beim Tabellenführer Düsseldorf abschneidet. Aus Schwarz-Gelber Sicht gilt es den Düsseldorfern ganz fest die Daumen zudrücken, dass die den Weg zum Aufstieg möglichst mit drei weiteren Punkten pflastern werden. Gelingt ihnen das nicht wird es für Dynamo ganz ganz eng.

Ein sehenswertes Relegationsspiel mit viel Ballbesitz, wollen sicherlich auch Dynamofans gerne bewundern, besser aber ohne die eigene Mannschaft!

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