Sicheren Sieg vergeigt

Zu allem Übel gab es noch den sinnfreien gelben Rauch. Das wird wieder teuer. Foto:Imago

Zu allem Übel gab es noch den sinnfreien gelben Rauch. Das wird wieder teuer. Foto:Imago

Es kann nur besser werden, war das Fazit nach dem schlimmen Mittwochabend Kick gegen Bielefeld. Und es wurde besser, zumindest was die Punkte angeht. Am Ende sahen sich die Dresdner Fans doch wieder im falschen Film. Gegen den Erstligaabsteiger Darmstadt 98 spielte Dynamo lange Zeit clever und führte bis zur 90. Minute mit 3:1. Der Mann des Tages war dabei Manuel Konrad, der einen lupenreinen Hattrick schaffte. Nach dem Abpfiff standen die Schwarz-Gelben aber nur mit einem winzigen Pünktchen da. Darmstadt schaffte das kleine Wunder und glich in der Nachspielzeit zum 2:3 und 3:3 aus.

Lange Zeit sah Dynamo wie der klare Sieger aus, obwohl es in den ersten Minuten eher so schien, als würde es eine dicke Packung mit auf den Rückweg nach Dresden geben.Quickfit

Darmstadt begann sehr energisch, lief Dynamo früh an und erspielte sich in den ersten drei Minuten schon zwei hochkarätige Chancen. Und so ging das eigentlich auch weiter bis Dynamo wie aus dem Nichts in der 23. Minute das Führungstor erzielte. Nach einer kurz ausgeführten Ecke, landete der Ball das erste Mal vor den Füßen von Manuel Konrad. Der vollstreckte mit einem straffen Schuss zum 0:1.

Darmstadt zeigte sich unbeeindruckt. In der 30. Minute war es dann Tobias Kempe, welcher seinem Ex-Verein per Freistoß den Ausgleich einschenkte. Marvin Schwäbe sah dabei nicht gut aus. Der Ball kam platziert in die Torwartecke. Er sah ihn spät, aber unhaltbar war der nicht.

Nur vier Minuten später landete der Ball nach einer erneuten Ecke von Kreuzer wieder vor den Schuhen von Manuel Konrad. Der ließ sich erneut nicht lange bitten, 1:2!

Nach der Pause fingen die Lilien genauso druckvoll an, wie zu Beginn des Spiels und schon hatten die Schwarz-Gelben wieder Probleme. Doch im Gegensatz zu früheren Spielen überstanden sie die Druckphasen schadlos.

Als Dynamo in der 67. Minute durch Bercko die ganz große Chance den Sack zuzumachen liegen ließ, reagierte Neuhaus und wechselte. Hartmann kam für Duljevic und später ging auch Mlapa raus und mit Paul Seguin kam ein weiterer Defensiver aufs Feld.

Die Dresdner rührten Beton an, verteidigten zeitweise mit zwei Abwehrketten. Trotzdem gelang ihnen das 3:1 in der 80. Minute. Wieder fiel Konrad der Ball vor die Füße. Diesmal zog er von der linken Strafraumseite ab direkt in den langen Winkel. Traumhaft.

Der Sack war zu! Aber eben nicht so ganz.

In der 90. Minute traf der eingewechselte Boyd nach einer Ecke von Kempe zum 2:3 und es waren bereits fünf Minuten Nachspielzeit angezeigt. Die resultierten aus einer schwarz-gelben Nebelaktion mit Spielunterbrechung.

Darmstadt warf alles nach vorn und Tobias Kempe traf per Fernschuss in der 92. Minute direkt ins Dynamoherz zum 3:3. In diesem Moment war sogar noch Schlimmeres zu befürchten, aber Dynamo schaffte es wenigstens den einen Punkt über zwei Minuten zu retten.

Unterm Strich könnte Dynamo eigentlich mit einem Punkt bei den starken Darmstädtern zufrieden sein. Aber nach diesem Spielverlauf bleibt nur ratloses Kopfschütteln. Darmstadt war die klar überlegene Mannschaft, trotzdem führte Dynamo mit sage und schreibe 3:1, was klar der Einzelleistung von Manuel Konrad zu zuschreiben war.

Dieses Geschenk wieder aus der Hand zu geben, spricht Bände. Es verspricht eine sehr spannende Saison zu werden, in der Aufstiegsträumereien sicherlich nicht drin vorkommen werden.

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