Testroets Ausfall überschattet Sieg

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Der Moment, als das Knie kaputt ging (imago)

Auftakt nach Maß! Was das Ergebnis angeht, könnte man den ersten Spieltag aus Sicht der Schwarz-Gelben durchaus so sehen, doch ein Blick hinter die Kulissen lässt die Stimmung schnell abflachen.

Dynamo gewann in einer umkämpften Partie gegen Aufsteiger MSV Duisburg mit 1:0 und hatte dabei das glücklichere Ende. Denn verdient hätten die drei Punkte nach den 90 Minuten sicherlich auch die Gäste. Größte Chancen auf beiden Seiten sorgten in einer von der Hitze geprägten Partie für Dauerspannung.

Dabei wurde die berühmte Frage nach den Neuzugängen unfreiwillig schnell komplett beantwortet.
Mit Innenverteidiger Sören Gonther und den Mittelfeldspielern Rico Benatelli sowie Patrick Möschl liefen drei gleich von Beginn auf und wussten im Großen und Ganzen zu überzeugen. Vor allem Gonther (St. Pauli) ließ mit einer sagenhaften Zweikampfquote von 92% eventuelle Zweifler restlos verstummen.Quickfit

Während Benatelli (Würzburger Kickers) schnell ins Spiel fand, brauchte Möschl noch etwas Anlaufzeit. Erst in der zweiten Hälfte zeigte der Österreicher der vom SV Ried kam, was in ihm steckt.

In der 59. Minute hatte er die Führung auf dem Fuß, als er nach perfekter Ballmitnahme aus 18 Metern mit einem Heber leider übers Tor schoss. Läuferisch ist er zudem ein absoluter Gewinn für Dynamo.

Unfreiwillig musste Dynamo Trainer Neuhaus leider den aus Großaspach gekommenen Lucas Röser einsetzen. Der Stürmer, welcher letzte Saison Dritter der Torschützenliste in der dritten Liga war, musste für Pascal Testroet schon in der 25. Minute ins Spiel. „Paco“, welcher am Dresdner Aufstieg maßgeblichen Anteil hatte und dessen letzte Saison etwas durchwachsen war, bleibt vom Pech verfolgt. „Er hat so ziemlich alles kaputt im Knie, Kreuzband, Innenband, Meniskus wahrscheinlich…“, berichtete Uwe Neuhaus schon kurz nach dem Spiel sichtlich besorgt über den Gesundheitszustand von Pascal Testroet.
Dynamos Stürmer prallte mit dem Torwart zusammen als er in eine Flanke von Philip Heise lief. Ein normaler, wenn auch sehr unglücklicher Zweikampf, für den der Duisburger Torwart noch lange gnadenlos ausgepfiffen wurde. Wahrscheinlich ahnten die Fans, welch schwere Verletzung ihr letzter „Fußballgott“ davon getragen hatte. Uwe Neuhaus wollte sich bei der anschließenden Pressekonferenz gar nicht zum Spiel äußern. Der Schock über das kaputte Knie von Testroet überschattete die Siegesstimmung drastisch.

Wahrscheinlich wird Paco in diesem Jahr gar nicht mehr zum Einsatz kommen, gab Neuhaus kurz und knapp bekannt und beendete damit sein Fazit zum Spiel überraschend schnell.

Lucas Röser brauchte eine Weile bis er im Dresdner Spiel ankam. Das lag vielleicht aber auch daran, dass oft bis zum 16er wunderbar kombiniert wurde, doch wie so oft das letzte Bisschen fehlte. Trotzdem war er am Ende der Held des Spiels, denn in der 88. Minute sorgte er mit seinem Kopfball nach einer Ecke für die erlösende 1:0-Führung der Schwarz-Gelben. Die Frage ob er also auch in Liga zwei treffen kann, war somit schnell beantwortet.

In der 59. Minute brachte Neuhaus noch Sascha Horvath (Sturm Graz) für Lumpi Lambertz. Auch er wusste durchaus das Spiel der Dresdner zu bereichern und ließ die schmerzlichen Mittelfeld- Abgänge Gogia, Stefaniak & Co. schon am ersten Spieltag in Vergessenheit geraten.
Als Fazit bleibt festzuhalten, das Zusammenspiel klappt noch nicht perfekt. Duisburg konnte viel zu oft die Dresdner Hintermannschaft auskontern. Auch wenn es gut ging und die Defensive einen zuverlässigen Eindruck hinterließ, bleibt noch viel Arbeit. Anders war das nach einem ersten Spieltag der Saison aber auch nicht zu erwarten.

Ralf Minge ist jedenfalls noch einmal gefragt. Er muss schnellstens einen Ersatz für Paco Testroet verpflichten, denn mit Lucas Röser ist nun nur noch ein etatmäßiger Stürmer übrig. Es wäre also keine Überraschung, wenn in den nächsten Wochen noch im Sturm nachgelegt wird, denn das war ohnehin die Schwachstelle im Kader und es hätte auch ohne Testroets Ausfall Handlungsbedarf gegeben.

 

 

Foto: Der Moment als Pascal Testroets Knie kaputt geht (imago)

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