Theoretisch bleibt es möglich

„Unabhängig was nun am Ende der Saison tabellarisch herauskommt ist die Rückrunde wirklich bislang überragend“, zog Trainer Erik Schmidt nach dem Spiel ein Fazit. Der Bischofswerdaer FV08 gewann gegen Wismut Gera mit 1:0 und muss weiter abwarten, ob die Führenden aus Leipzig und Halberstadt patzen werden, welche aber erst am Sonntag spielen.

Bischofswerda legte einmal mehr vor, wobei es zu Beginn gar nicht so souverän aussah. Die Gäste aus Gera machten Druck und Schiebock ließ sich in die eigene Hälfte drücken. Erst nach ca. 15 Minuten kamen sie besser ins Spiel und übernahmen die Kontrolle.

Die erste Hälfte bekam aber keinen Schönheitspreis. „Wir haben wenig Torchancen kreiert, waren zu unruhig vor dem Tor und haben durch überhastete Abspiele Möglichkeiten weggegeben. Das haben wir in der Halbzeitpause angesprochen“, so Trainer Erik Schmidt.

Die Halbzeitansprache zeigte Wirkung. Die Schiebocker spielten besser, kombinierten gut und erarbeiteten sich Möglichkeiten, wenn auch der Abschluss nicht erfolgreich war. Dennoch war der Trainer sehr zufrieden. „Es war eine der besten zweiten Halbzeiten, die wir diese Saison gespielt haben, so wie ich es mir eigentlich vorstelle.“

Das der Erfolg noch ausblieb, lag aber auch an einer wirklich stark verteidigenden Gästemannschaft.

Es dauerte bis zur 72. Minute, als Cornelius Gries die Schiebocker mit dem 1:0 erlöste. „Aus dem Gewühl heraus hab ich dann irgendwie den Ball noch über die Linie gedrückt. Sicherlich war glücklich, dass ich da stehe“, gab der Torschütze zu.

Trainer Erik Schmidt freute es besonders, denn er hatte Gries diesmal von Beginn an gebracht. „Dass es ausgerechnet Cornelius Gries schießt, der in den letzten Wochen immer wieder als Joker rein kam und sich verdient hatte von Anfang an zu spielen, ist umso schöner.“

In der Folge verpasste es der BFV das 2:0 nachzulegen und so wurde es in der Schlussphase noch einmal spannend, denn die Gäste agierten mit vielen hohen Bällen, wo bekanntlich auch mal einer durchrutschen kann.

„Auch das hat die Mannschaft hervorragend verteidigt und deshalb ist der Sieg auch hochverdient. Wir sind viel gelaufen, haben viel in den Zwischenräumen gearbeitet und guten Fußball gespielt. Wo wir noch dran arbeiten müssen ist, dass es noch etwas schneller und zielstrebiger wird“, so der Trainer abschließend.

Auch wenn es noch drei Spieltage gibt, die Chance auf den großen Coup wird kleiner. Noch ist es möglich, aber es wäre schon hilfreich wenn am Sonntag 14 Uhr die Führenden Punkte liegen lassen. Tun sie das wieder nicht, bleibt es wohl nur noch eine theoretische Möglichkeit.

 

Foto: A. Merkel

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