Unnötiger geht nicht

Lucas Röser vergibt eine Chane (Imago)

Lucas Röser vergibt eine Chance (Imago)

Im Nachhinein betrachtet, war es wohl die unnötigste Niederlage der Saison, wenn es so etwas überhaupt gibt.
Warum? Weil es diese Pleite nie und nimmer so geben dürfte.

Jede Niederlage hat natürlich auch einen Grund. So auch das 0:1 der Dresdner in Fürth.

Dynamo legte los wie die Feuerwehr und vergab gleich in den ersten 5 Minuten zwei absolute Hochkaräter. Erst war es Hauptmann mit der allerersten Chance des Spiels, die er viel zu einfach direkt in die Arme des Keepers schoss und nach 5 Minuten scheiterte Konrad mit einem satten Schuss am Torwart.

Soweit so normal. Doch es ging eben weiter. Die dritte richtige dicke Gelegenheit versemmelten Hauptmann und Röser in Gemeinschaftsarbeit in der 11. Minute. Als in der 24. Minute Röser den Ball nur gegen die Latte hämmerte, fing es an fahrlässig zu werden.Quickfit

Wie viele Chancen brauchte Dynamo denn noch, um ein Tor zu erzielen? Am Sonntag jedenfalls erzielten sie gar keins mehr.

Dabei war Dynamo bis zur 30. Minute so klar in allen Belangen überlegen. Es durfte bis dahin keinen Zweifel geben, wer als Sieger vom Platz gehen würde.

Doch dann fingen die Schwarz-Gelben an schlampiger zu spielen, erste Fehlpässe häuften sich, das lockere Spiel der Anfangsminuten war dahin.

Und Rumms, schon war der Ball im Tor, aber leider eben im Dresdner. Ob es den Freistoß hätte geben dürfen, kann man natürlich diskutieren, ebenso ob Torwart Markus Schubert den Ball um den Pfosten lenken müsste? Er tat es aber nicht und so ging der Ball an den Pfosten und der Nachschuss eben rein.

Letztlich hätte das niemanden mehr interessiert, wenn es bereits 4:0 gestanden hätte. Und da muss einfach mit der Diskussion angesetzt werden.

In der zweiten Hälfte änderte sich natürlich das Spiel. Nun war Fürth mittendrin und witterte die Chance sich aus dem Tabellenkeller etwas zu befreien. Plötzlich war das gesamte Spiel auf den Kopf gestellt, denn nun waren es die Grün-Weißen, welche die 100%igen liegen ließen.

Dynamo konnte nun von Glück reden, dass sie bis zur 94. Minute noch im Rennen um einen Punkt blieben.

Doch auch die Wechsel – Benatelli, Koné und Mlappa – brachten keine Tore mehr. Fürth spielte das clever runter und bekam noch den einen oder anderen gefährlichen Konter.

Es wird wieder viel schön geredet werden. Immerhin, Dynamo spielte in den ersten 30 Minuten einen guten Ball. Nur ist Fußball eben kein Spiel, wo die Wertungsrichter wie beim Eiskunstlauf die Noten vergeben. Es ist nicht das erste Mal, dass die Chancenverwertung das große Manko ist.
Woran liegt es, dass die Schwarz-Gelben so oft nicht wissen, wo der Kasten steht?

Treffen die Stürmer nicht, müssen es die anderen Mannschaftsteile richten. So zumindest läuft es bei den Top-Teams, nicht aber bei Dynamo. Unterm Strich stehen in den letzten fünf Spielen der Rückrunde gerade einmal drei Tore zu Buche.

Genau so sieht purer Abstiegskampf aus, egal ob die Tabelle noch ein paar wenige Plätze trügerische Sicherheit schafft. Dynamo ist längst mittendrin im Gerangel der letzten Plätze.

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