Verdient und dennoch glücklich

Dresdens Peniel Mlapa (ganz links) erzielt per Elfmeter das Tor zum 1:2

Dresdens Peniel Mlapa (ganz links) erzielt per Elfmeter das Tor zum 1:2

Dynamo Dresden trennte sich vom FC Ingolstadt 2:2-Unentschieden und bleibt im Mittelfeld der 2. Bundesliga.

Ein paar Überraschungen hatte schon die Aufstellung parat. Uwe Neuhaus konnte wieder auf Philip Heise zurückgreifen und somit rückte Paul Seguin von der linken auf die rechte Verteidigerposition. Niklas Kreuzer konnte somit das erste Mal in dieser Saison auf dem Flügel spielen.

Auf der anderen Seite überraschte die Personalie Stefan Kutschke. Da hatten sich die Medien nun eine Woche lang den Kopf zerbrochen, ob es Pfiffe gibt oder nicht und dann stand der Dresdner in Diensten der Ingolstädter nicht einmal in der Startaufstellung.

Dynamo begann sehr engagiert, war das klar bessere Team. Doch dann kamen die Schanzer wie aus dem Nichts zum Führungstreffer. Das war wieder einmal der schwachen Dynamo-Defensive geschuldet.
In der 13. Minute wurde auf der linken Seite Kittel angespielt, der ohne Bedrängnis in den Strafraum passen konnte. Gaus traf am Fünfmeterraum grätschend ins lange Ecke.Quickfit
Nur 10 Minuten später erhöhten die Gäste auf 0:2, gerade hatte Schwäbe noch einen Ball auf der Linie klären können, schon zappelte er aber erneut im Netz. Morales dufte auch ohne jegliche Bedrängnis zum Ball hochsteigen und köpfte unhaltar in die Dresdner Maschen.

Dann war Dynamo aber wach. Sie wehrten sich gegen die drohende frühzeitige Entscheidung.
Nur zwei Minuten nach dem Treffer hatte Duljevic mit der bislang besten Dresdner Chance den Ausgleich auf dm Fuß, doch schoss zu unplatziert.
Gleich danach versuchte es Konrad Manuel mit einer schönen Direktabnahme – knapp drüber. Im dritten Versuch dann der Aufreger des Tages. Niklas Kreuzer wurde im Strafraum angespielt, dribbelte los und fiel. Aber das war nie und nimmer ein Elfmeter. Glück für Dynamo. Mlapa verwandelte sicher in die linke Ecke zum 1:2 Anschluss.

Nach der Halbzeitpause kamen die Dresdner mit viel Druck aus der Kabine und wurden prompt belohnt. Erneut war Mlapa in der 49. Minute zur Stelle. Müller verlängerte die Ecke von Kreuzer und Mlapa schoss den Ball unter die Querlatte. Ausgleich!

Von nun an sahen die Fans eine bessere Dresdner Mannschaft, was sicherlich auch daran lag, dass Ingolstadt nachließ und mehr oder weniger nur noch auf Fehler der Schwarz-Gelben lauerte.

In der 55. Minute hatte Dynamo die wohl beste Gelegenheit in Führung zu gehen, doch Kreuzer traf nur den Pfosten, nachdem er den Ball genial aus der Luft geholt und aus 20 Metern abgezogen hatte.

Weitere kleinere Chancen folgten bis zur hin 90. Minute, als der eingewechselte Aosman Mlapa nicht sah und den Ball eigenwillig verspielte.

Am Ende stand ein wirklich gerechtes Unentschieden, weil es zum einen glücklich zustande kam, auf der anderen Seite aber die zweite Hälfte deutlich an die Dresdner ging.

Die Frage ob die Fans Kutschke auspfeiffen würden, beantworte sich in der 67. Minute als er für Morales ins Spiel kam. Wer etwas anderes als Pfiffe erwartet hatte, der muss sich fragen, ob er die Fans auch nur ansatzweise verstehen kann. Natürlich würde jede Ballberührung von ihm lautstark kommentiert.

Für Dynamo heißt es weiter an der löchrigen Defensive zu arbeiten. Denn hätte, wäre, wenn.., aber ohne diese defensiven Patzer wären drei Punkte drin gewesen.

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