Verdient war die Niederlage nicht

Erich Berko hebt spektakulär ab. Der Schiri zeigte auf den Punkt. Glücklich. (Imago)

Erich Berko hebt spektakulär ab. Der Schiri zeigte auf den Punkt. Glücklich. (Imago)

Dynamo verlor nach einem guten Spiel in Nürnberg mit 1:2 und wieder einmal war die Chancenverwertung das große Manko.

Dynamo war eigentlich von Beginn an das engagiertere Team mit den besseren Möglichkeiten, doch musste bereits in der 7. Minute dem Rückstand hinterherlaufen.

Nach einem einstudierten Eckball kam der Ball unglücklich in den Torraum, wo Lambertz nicht aufpasste und Ishak frei ins Tor von Marvin Schwäbe einnetzen konnte.

Die Dresdner zeigten sich davon jedoch völlig unbeeindruckt in ihrem Spiel und erarbeiteten sich allein bis zur 15. Spielminute bereits vier Eckbälle. Es konnte nur eine Frage der Zeit sein, bis der Ausgleich fallen würde.Quickfit

Aber spätestens als Lambertz den Ball in der 29. Minute per Kopf aus zwei Metern nur an den Pfosten setzte, war klar, so einfach wird das wohl an diesem Tag nicht gehen. Auch Duljevic unterstrich das Abschlussproblem nochmal zwei Minuten später, als er denkbar knapp am Kasten vorbeischoss.

Bekanntermaßen rächt sich so etwas im Fußball schnell. Auch wenn es nicht sofort passierte. Rechnet man die Chancen von Dynamo mal zusammen, die hätten für zwei Siege gereicht.

Die Nürnberger erspielten sich vorerst zwar den einen oder anderen starken Konter, noch kamen die Schwarz-Gelben da aber mit dem blauen Auge davon.

Kurz vor der Halbzeitpause musste Dynamo dem hohen Tempo Tribut zollen und etwas Luft holen, was die Gastgeber wieder ins Spiel brachte. Glücklicherweise waren die Nürnberger im Abschluss aber auch nicht besser.

Insgesamt 13 Torschüsse konnte Dynamo zur Pause verbuchen – ohne Erfolg.

Nach der Pause bot sich ungefähr das gleich Bild. Beide Teams mindestens auf Augenhöhe agierend, wenn nicht sogar mit Vorteilen auf Seiten der Schwarz-Gelben. Doch der Ausgleichstreffer ließ trotz Chancen weiter auf sich warten.

Uwe Neuhaus hatte mit Erich Berko für Jannik Müller schon in der Pause den Hebel auf volle Offensive gelegt, doch auch Berko vergab nicht nur eine gute Möglichkeit.

In der 68. Minute wurde er aber zum Schlüsselspieler. Mit der schwarz-gelben Brille sah man Leibold Berko ein klein wenig schubsen. Der Dresdner hob spektakulär ab, Schiri Kempter zeigte auf den Punkt. Ohne Brille war es sehr glücklich.
Mlapa traf dann wenigstens vom Elfmeterpunkt zum 1:1 Ausgleich.

Keine Frage, es war mehr drin an diesem Tag. Dynamo hätte mindestens den einen Punkt, wenn nicht auch den Sieg irgendwo verdient gehabt. Doch Fußball ist eben Ergebnissport. Und das lautete 2:1, weil Duljevic in der 82. Minute ein folgenschwerer Patzer im Mittelfeld unterlief.
Erras schaltete am schnellsten und spielte steil auf Teuchert, der nicht im Abseits stand, Schwäbe umkurvte und ins leer Tor einschieben konnte.

Uwe Neuhaus versuchte nochmal alles, brachte sogar den Finnen Markkanen für Lambertz. Das Spiel wurde aber weit, weit vorher verloren.

Schade, da war mehr drin, wenngleich diese Leistung durchaus auf mehr hoffen lässt. Die rote Karte für Philip Heise, welche er sich in der letzten Sekunde völlig verdient abholte, wird noch weh tun, denn die Abwehr der Dynamos ist auch ohne die Sperre von Heise schon dünn besetzt.

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