Zeit der Kunstschützen

Marco Hartmann freut sich über das 0:1 (imago)

Marco Hartmann freut sich über das 0:1 (imago)

Dynamo Dresden gewinnt in Heidenheim mit 2:0 und schafft vor der Länderspielpause den Anschluss an das Tabellen-Mittelfeld der 2. Bundesliga.

Dabei standen die Zeichen vor dem Spiel nicht gerade auf Sieg, denn Dynamo Trainer Uwe Neuhaus musste erneut mächtig improvisieren, um eine schlagkräftige Elf ins Rennen zu schicken. Neben Philip Heise war auch Fabian Müller ausgefallen und deshalb musste Paul Seguin als linker Verteidiger ran.

Bei der bislang nicht sehr stabilen Abwehr war natürlich jede Umstellung ein extremes Wagnis, aber es blieb keine Wahl und vorweg genommen, die Abwehr machte ihre Sache gut, was aber auch durch die mit zunehmender Spieldauer einfallsloser werdenden Heidenheimer Offensive begünstigt wurde.Quickfit

Zu Beginn der Partie sah das noch anders aus, denn Heidenheim war da brandgefährlich. Sie ließen die Dresdner das Spiel machen und lauerten auf Ballverluste, nach welchen sie dann ganz schnell vor dem Tor von Marvin Schwäbe auftauchten.

Doch Schwäbe war auf der Hut und kompensierte auch kleine Abwehrfehler.

In der 26. Minute gab es dann den ersten Knick für die Heidenheimer. Dynamo bekam einen Freistoß in aussichtsreicher Position zentral vor der Strafraumgrenze. Niklas Kreuzer packte einen Sonntagsschuss aus und zauberte den Ball mit coolen zwei Schritten Anlauf über die Mauer an die Unterkante der Latte und von da aus ins Tor.

Bis zur Pause änderte sich am Spiel nicht viel. Erst danach machte Heidenheim wieder mehr Druck, doch beide Teams nahmen sich unterm Strich nicht viel. Einzig der Treffer von Kreuzer machte den Unterschied.

Heidenheims Hoffnung auf den schnellen Ausgleich dauerte aber nicht lange, denn wie aus dem Nichts tauchte Neuzugang Peniel Mlapa auf und zog aus 31 Metern einfach mal ab. Ein absoluter Strich direkt ins Tor, bei welchem Eicher im Tor der Heidenheimer keine Chance hatte.

Danach konnte sich Dynamo etwas fallen lassen, die Gastgeber mussten mehr riskieren, was zu Räumen führte, die aber auch Dynamo nicht nutzen konnte.
Beispielhaft war die Chance zum dritten Tor durch Lucas Röser, welcher für Mlapa im Spiel war und in der 91. es nicht schaffte aus dem Spiel heraus zu treffen. Er antizipierte einen Rückpass gut, stand dann aber selber mit dem Ball auf Kriegsfuß. Beim Versuch den Keeper zu umspielen, legte er sich den Ball viel zu weit vor.

Vier Minuten später hatte Dynamo die drei Punkte im Sack, auch weil Heidenheim einfach nichts mehr zuzusetzen hatte. Spätestens seit der Spielunterbrechung in der 80. Minute war die letzte Luft raus. Heidenheimer Fans hatten die Zäune überklettert und machten ihren Unmut Luft. Nach drei Minuten Spielunterbrechung ging es weiter, nur hatte diese hirnlose Aktion der Fans den Heidenheimern nicht wirklich geholfen.

Röser dreht das verrückte Spiel

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