Zwei starke Minuten reichen

Sascha Horvath (links) im Duell. Foto: imago

Sascha Horvath (links) im Duell. Foto: imago

Die Talfahrt ist gestoppt! Dynamo Dresden gewinnt in Regensburg mit 2:0 und setzt sich erst einmal im Mittelfeld der 2. Bundesliga fest.

Letztlich reichten zwei Minuten um den Bock umzustoßen, nachdem die erste Hälfte sicherlich auf den ersten Blick wieder in die Kategorie „schwierig“ einzustufen war. Bereits nach vier Minuten vergab Aias Aosman, welcher in seiner alten Heimat teilweise etwas zu übermotiviert agierte, die große Chance auf eine ganz frühe Führung.

Der Regensburger Keeper hatte ein Gastgeschenk verteilt und Aias Aosman den Ball direkt vor die Füße gespielt. Dieser lehnte aber dankend ab und ballerte den Ball durchaus eigensinnig übers Tor.Quickfit

Bei dieser großen Chance sollte es im Grunde in der ersten Hälfte bleiben, nimmt man mal eine gute Möglichkeit aus, in welcher Haris Duljevic leider im Abseits stand.

Dynamo hatte wieder viel Ballbesitz und kontrollierte zumindest optisch das Spielgeschehen. Auf die bekannte Gefahr der Regensburger, lange Bälle in die Tiefe zu spielen, hatten sie sich gut vorbereitet. Auf den zweiten Blick konnte diese erste Hälfte durchaus unter „taktisch diszipliniert“ abgehakt werden.

Die Abwehrkette, in welche Fabian Müller für den verletzten Philip Heise rückte, blieb relativ fehlerlos, was durchaus etwas Selbstbewusstsein für die nächsten Partien geben sollte. Denn wann die beiden wichtigen Eckpfeiler Sören Gonther und Philip Heise zurückkommen ist fraglich.

Der Beginn der zweiten Hälfte änderte dann alles. In der 48. Minute brach der erneut bärenstarke Haris Duljevic auf der linken Seite durch, sah den eingelaufenen Fabian Müller und dieser passte auf Sascha Horvath. Der Österreicher ließ sich seinen ersten Saisontreffer nicht nehmen.

Nur zwei Minuten später war es wieder Haris Duljevic, welcher den Angriff einleitete. Er setze Sascha Horvath in Szene, der am Rand des 16ers zu Fall kam. Elfmeter!

Aosman lief an und verwandelte souverän.

Nun war es um einiges einfacher, denn das Spiel schien entschieden. Dynamo ließ den Ball laufen, stand sicher in der Abwehr und Regensburg fand einfach kein Mittel gegen die Schwarz-Gelben.

Die waren auch jederzeit am dritten Treffer viel näher dran, verpassten es aber den Sack ganz zu zumachen.

Am Ende steht ein ungefährdeter erster Auswärtssieg zu Buche, welcher in erster Linie Mut machen sollte. Dynamos Abwehr kann auch ohne Gonther und Heise ganz gut arbeiten, die Offensive ist vor allem durch den starken Duljevic wieder gefährlich.