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Letzten Montag trennten sich der Tabellenzweite Halberstadt und Tabellenführer Chemie Leipzig im Spitzenspiel nur 0:0 Unentschieden. Eine Steilpassvorlage für Bischofswerda, welche nun plötzlich wieder eine ganz realistische Chance hatten am Ende der Saison doch noch ganz oben stehen zu können. Doch wie gewonnen so zerronnen.

Beim Abstiegskandidaten Halle 96 kam Schiebock auch über ein 0:0 nicht hinaus und muss nun umso mehr auf Patzer der beiden Führenden hoffen. Die dachten an diesem Spieltag aber gar nicht daran und holten beide jeweils drei Punkte

Dabei müssen die Bischofswerdaer alles in allem noch mit dem einen Punkt sehr zufrieden sein. Vor allem in der ersten Hälfte gelang es den Gästen nicht ihre gewohnte Spielstärke auf den Platz zu bringen. Sicherlich waren dafür auch die schwierigen Platzverhältnisse ein Grund, doch die Hallenser waren einfach kerniger und konsequenter. „Die erste Halbzeit war kollektiv nicht giftig, nicht körperlich genug. Da hatten wir bei den grundlegenden Dingen Probleme, wie Zweikampfführung und Aggressivität. Als Team hat uns da vielleicht auch die nötige Ruhe gefehlt, in so einer giftigen Anfangsphase einfacher zu spielen und dieses körperliche Spiel anzunehmen und mitzugehen“, analysierte Keeper Max Höhne die Situation. Am Ende der ersten Hälfte sorgte er dafür, dass Bischofswerda bis zum Schluss im Spiel blieb.

Halle 96 bekam einen berechtigten Elfmeter und Höhne hielt. „Das haben sie sich schon Stück für Stück erarbeitet. Dass ich den dann halten konnte freut mich natürlich, weil es kurz vor der Halbzeit auch immer ein wichtiger Zeitpunkt für die Köpfe der Spieler ist“, so der Keeper.

Und das gab tatsächlich Auftrieb. Bischofswerda kam in der zweiten Hälfte besser ins Spiel. Vor allem Körpersprache und Kampfgeist waren ganz anders, als noch im ersten Durchgang. Und prompt gab es auch mehr Torchancen, doch diese blieben allesamt ungenutzt.

„Alle Spieler wollten alles geben und haben auch alles versucht, aber der VFL Halle hat uns mit seiner Spielweise heute den Schneid abgekauft“, resümierte Trainer Erik Schmidt.

Zwei Punkte verschenkt! Nun kommt es auf die nächste Woche an. Am Samstag spielt Bischofswerda gegen International Leipzig und bereits am Montag (Feiertag) gegen Askania Bernburg. Zwei Siege sind Pflicht um oben nochmal mitmischen zu können.

„Den Biss und die Einstellung aus der zweiten Halbzeit wünsche ich mir für den Rest der Saison damit nach oben noch etwas möglich ist. Wir sollten jetzt einfach ruhig und konzentriert weiter an uns arbeiten und unsere Aufgaben Woche für Woche mit Köpfchen und viel Engagement lösen“, sagt Schiebocks Torwart, welcher es zum Schluss auf den Punkt bringt: „Abgerechnet wird für mich erst nach dem letzten Saisonspiel.“

 

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Foto: A. Merkel